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Hamburg Keine schnelle Bergung möglich
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14:45 31.10.2017
Von Frank Behling
Der niederländische Frachter "Glory Amsterdam" treibt in der Deutschen Bucht vor Langeoog. Quelle: Uncredited/dpa

Erst wenn der Bergungsplan ausgearbeitet und vom Havariekommando genehmigt wurde, könne die Bergung beginnen. Inzwischen sind ein Bergungskapitän und sein Team an Bord der "Glory Amsterdam" eingetroffen und haben mit Vorbereitungen begonnen. Wann der erste Versuch einer Bergung starten könne, stehe derzeit noch nicht fest.  

Die Lage des 225 Meter langen und 32 Meter breiten Schiffes sei durch Peilungen dokumentiert worden, so ein Sprecher des Havariekommandos am Dienstag. Damit haben die Bergungsexperten jetzt eine Datengrundlage für Computersimulationen. Mit ihrer Hilfe sollen die Möglichkeiten zur Bergung durchgespielt werden. Inzwischen hat das niederländische Bergungsunternehmen Smit Salvage damit begonnen, Material heranzutransportieren. Ausrüstung wie spezielle Schleppleinen und starke Schlepper werden aus verschiedenen Häfen in den kommenden Tagen herangebracht. Die Niederländer setzen für die Bergung auf eigenes Gerät und Schiffe.

Der niederländische Hochseeschlepper "Fairmount Summit" wurde am Dienstag bereits vom dänischen Hafen Esbjerg nach Wilhelmshaven überführt. Im Rotterdamer Waalhaven unterhält die Reederei Smit Salvage eines der größten Depots für Bergungsausrüstungen in Europa. Dort sind derzeit auch zwei weitere große Hochseeschlepper in Bereitschaft. Das Heranführen der Ausrüstung kann noch einige Tage in Anspruch nehmen, heißt es. Es wird auch geprüft, ob vor einem Bergungsversuch die 1800 Tonnen Schweröl aus den Treibstofftanks abgepumpt werden können.

Wie die Glory Amsterdam abgeschleppt werden könnte

Für das Herstellen der Schleppverbindung bei der "Glory Amsterdam" sollen außerdem kleinere Arbeitsfahrzeuge zur Unglücksstelle gebracht werden. Auch diese Vorbereitungen sind angelaufen. Möglicherweise sei auch erst mit einem Bergungsversuch in der nächsten Woche zu rechnen, heißt es aus Kreise der Berger. Neben dem Wetter seien auch die Wasserstände und die Gezeiten wichtige Faktoren.

Die Reederei Smit Salvage hatte bereits im Februar 2016 in der Elbe mit den Schleppern "Fairmount Expedition" und "Union Manta" den großen Containerfrachter "CSCL Indian Ocean" von einer Sandbank vor Lühe gezogen. Das Havariekommando überwacht derzeit die Lage. Aus der Luft erkundet ein Ölaufklärungsflugzeug die Lage. Bislang sind jedoch keine Ölverschmutzungen festgestellt worden. Die Bodentanks mit den 1800 Tonnen Schweröl befinden sich in einem hinteren Bereich des Rumpfes. "Der Rumpf zeigt aber noch keine Schäden", so ein Sprecher des Havariekommandos.

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