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Hamburg Konzerne verzichten auf Atom-Umschlag
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19:59 11.04.2018
Im Hamburger Hafen sollen künftig keine Atombrennstoffe mehr umgeschlagen werden. (Symbolfoto) Quelle: Christina Sabrowsky/dpa
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Hamburg

In dem vom Januar datierten Schreiben von Hapag-Lloyd-Vorstandschef Rolf Habben Jansen heißt es: "Dem Senat ist es ein Anliegen, dass im Hamburger Hafen keine Kernbrennstoffe umgeschlagen werden. Wir sind gerne bereit, den Senat in dieser Hinsicht zu unterstützen." Derselbe Wortlaut findet sich auch in einem Schreiben von HHLA-Vorstand Jens Hansen vom Februar. Zuvor hatte das "Hamburger Abendblatt" darüber berichtet.

Er habe mit beiden Unternehmen konstruktive Gespräche geführt, sagte Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) der Zeitung. "Wir wollten erreichen, dass es einen freiwilligen Verzicht gibt. Das ist gelungen." Er kündigte an, auch mit anderen Hafenunternehmen entsprechende Gespräche zu führen. Laut "Abendblatt" wurden allein im vergangenen Jahr rund 150 Atomtransporte über den Hamburger Hafen abgewickelt.

SPD und Grüne hatten in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, bei den Unternehmen darauf hinzuwirken, "im Wege der Selbstbeschränkung auf den Umschlag und seeseitigen Transport" von Kernbrennstoffen im und durch den Hafen hinzuwirken.

Ungeachtet des Verzichts der Reederei Hapag-Lloyd und des Terminalbetreibers HHLA werden aber weiter Schiffe mit radioaktiver Ladung in Hamburg abgefertigt. Das betrifft Frachter, die Hamburg auf dem Transit anlaufen und beispielsweise Brennstäbe als Teilladung an Bord haben. Ein Großteil der Umschlagsmengen radioaktiver Güter erfolgt außerdem mit Schiffen russischer Reedereien am Eurogate Terminal in Waltershof. Dieser Terminal gehört nicht zur HHLA. Ebenfalls unberührt sind die Transporte per Bahn über den Hamburger Hafen und militärische Schiffe.

Von Frank Behling, mit dpa

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