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Hamburg Jugend zeigte hohe Redekunst
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00:18 15.03.2013
Von Carola Jeschke
Debattierten im Landtag: Philip Koch (Alexander-von-Humbold-Schule Neumünster) und Jonas Meereis (Max-Planck-Schule Kiel). Quelle: eis

Bereits zum zwölften Mal wetteiferten Jugendliche im Rahmen des gemeinsamen Projekts der Hertie-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Stiftung Mercator und der Heinz Nixdorf Stiftung in Kooperation mit den Kultusministerien der Länder. Schirmherr ist Bundespräsident Joachim Gauck.

Der Landtagspräsident Klaus Schlie hob in seiner Begrüßungsrede hervor, dass Schüler durch den Wettbewerb mit der „Methodik des demokratischen Debattierens“ vertraut gemacht würden. „Es geht darum, die Demokratiekompetenz junger Menschen auf breiter Basis zu stärken“, sagte Schlie.

Die Themen waren wie immer harte Brocken, an denen sich so mancher Erwachsener die Zähne ausbeißen würde. Die Finalisten der Klassen acht bis zehn debattierten über die Frage „Soll personalisierte Werbung auf Internetseiten verboten werden?“, während die Schüler der Jahrgangsstufen elf bis dreizehn sich dem Thema „Soll in Deutschland auf Erdgasgewinnung im Fracking-Verfahren verzichtet werden?“ näherten.

„Ich könnte diese Fragen nicht aus dem Stehgreif beantworten“, gab Bildungsministerin Waltraud Wende offen zu. „Jugend debattiert“ sei ein Baustein der Meinungs- und Persönlichkeitsbildung junger Menschen.

Zwei Minuten ungestörte Redezeit, zwölf Minuten freie Aussprache, eine Minute für das Schlusswort: Die vier Debattanten der Klassenstufen acht bis zehn schlugen sich wacker. Sowohl Jonas Meereis (Max-Planck-Schule Kiel) und Philip Koch (Alexander-von-Humbold-Schule Neumünster) für die Pro-Partei als auch Lennart Schaefer (Sachsenwaldschule Reinbek) und Paula Bariani (Nordseeschule St. Peter) wurden von der Jury für ihre Diskussion um Internet-Werbung gelobt, bekamen aber auch noch Tipps für einen „weiteren Blickwinkel“ und stimmliche Verbesserungen. Die Finaldebatte der älteren Schüler wirkte schon fast professionell. Sachlich fundiert, lebhaft, aber fair und immer nah an der Fragestellung füllten Gyde Jannsen (Max-Planck-Schule Kiel), Linja Voges (Gymnasium Schenefeld), Pelle Haas (Ludwig-Meyn-Schule Uetersen) und Samy Sharaf (Wolfgang Borchert-Gymnasium Halstenbek) ihre Redezeit. Ob Pro oder Contra, wurde ihnen zugeteilt.

„Manchmal ist es gut, wenn man persönlich eine andere Meinung hat als die vorgegebene, dann ist die Debatte nicht so emotional“, sagte Linja Voges (17). Sie habe bei „Jugend debattiert“ sehr wertvolle Dinge gelernt. „Vor allem, dass ich auf mich selbst vertrauen kann.“ Und das hat auch im Landesfinale geklappt: Als Erstplatzierte ihrer Gruppe ist die Schülerin aus Schenefeld im Juni beim Bundesentscheid in Berlin dabei. Die Landessiegerin der Sekundarstufe I heißt Paula Bariani (15). Mit dabei sind auch die beiden Zweitplatzierten, die Kieler Gyde Jannsen (17) und Jonas Meereis (16).

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