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Hamburg Katzentreffen am Himmel
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09:00 25.01.2014
Von Frank Behling
Beim „Tiger Meet“ sind nur Jets und Hubschrauber beteiligt, die Katzen als Wappentiere oder entsprechende Lackierungen haben. Quelle: FB
Kropp

„Wir haben viel vor, was natürlich auch mit Lärm verbunden ist“, sagt Oberst Hans-Jürgen Knittlmeier, Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“. Den Auftakt macht am 12. Mai das von der Luftwaffe ausgerichtete Manöver „Jawtex“, zu dem 25 ausländische Kampfjets anreisen. Zusätzlich zu den rund 30 Jets des „Immelmann“-Geschwaders kommen Eurofighter der Geschwader aus Rostock und des „Richthofen“-Geschwaders aus Wittmund zum Einsatz.

 Noch internationaler wird es beim „Tiger-Meet“. Diese Übung beginnt am 12. Juni in Jagel und dauert bis zum 28. Juni. „Wir erwarten 65 Jets und acht Hubschrauber aus 18 Nationen“, sagt Knittlmeier. An diesem Nato-Manöver dürfen traditionell nur Einheiten teilnehmen, die in ihrem Geschwaderwappen eine Raubkatze führen – unter ihnen wird das schönste Flugzeug gesucht. „Die Idee ist vor über 50 Jahren bei einem lockeren Abend an der Bar entstanden. Inzwischen hat dieses Manöver aber ein sehr realistisches Szenario“, so der Kommodore. Denn neben dem Lack zählt auch das Fliegerische. So werde die ganze Bandbreite der Fähigkeiten geübt, die heute in Einsätzen gefragt sind. Beim „Tiger Meet 2013“ im norwegischen Ørland belegten die Flieger aus Jagel nicht nur den ersten Platz bei den Leistungen in der Luft; auch in der Gestaltung waren sie allen anderen überlegen. Nun starten sie mit einen frisch lackierten Flieger. Wie der genau aussieht? Das ist eine Überraschung.

 Zu den beiden Manövern werden fast 2000 auswärtige Soldaten nach Jagel kommen. Sie kommen größtenteils in Containerunterkünften und Hotels unter. Geübt wird am Tag. Nachtflüge soll es nicht geben. Knittlmeier kündigte zwei „Spotter-Days“ für Hobby-Fotografen an. Einen Tag der offenen Tür wie bei den „Tiger Meets“ in anderen Nato-Staaten wird es nicht geben. „Das ist politisch nicht gewollt“, sagte Knittlmeier.

 Im Rahmen der Bundeswehrreform wurde aus dem Aufklärungsgeschwader 51 das Taktische Luftwaffengeschwader 51. Neben der Aufklärungsaufgabe wurde die Ausrüstung der Jageler Jets erweitert. Unter ihren Tragflächen hängen nun auch lasergesteuerte Bomben des Typs GBU-54, die den Seezielflugkörper „Kormoran“ abgelöst haben.

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