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Hamburg Mann sticht mit Messer auf Zollbeamte ein
Nachrichten Hamburg Mann sticht mit Messer auf Zollbeamte ein
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18:02 09.04.2012
Während einer Zollkontrolle stach der Mann zu (Symbolbild). Quelle: Foto: FB
Flensburg/Kiel

Nach ersten Erkenntnissen von Polizei, Zoll und Kripo, wollten die Beamten am Sonntag gegen 22.30 Uhr auf dem Rastplatz zwischen Schleswig und Tarp einen Kleinwagen mit rumänischem Kennzeichen kontrollieren, der Ihnen offensichtlich verdächtig vorkam. Als die Zollbeamten an den Chevrolet Matiz herantraten, eskalierte die Situation offenbar: Der 36-jährige Autofahrer flüchtete zu Fuß über den Parkplatz, wurde aber von den Beamten aber auf einer nahgelegenen Grünfläche gestellt. Bei der anschließenden Kontrolle zog der Autofahrer plötzlich und unvermittelt ein Messer und stach mehrfach auf beide Zollbeamte ein.

Die Stiche trafen die Zöllner (40 und 59 Jahre alt) am gesamten Oberkörper. Während ein Beamter sehr schwer verletzt wurde, gelang es dem Zweiten, trotz der erlittenen Stichverletzungen Hilfe anzufordern. Neben einem Großaufgebot von Schleswiger Polizeikräften und Kollegen des Autobahnrevieres in Schuby wurden auch Rettungsfahrzeuge und ein Notarzt auf die Autobahn herbeigerufen.

Der Autofahrer flüchtete nach Polizeiangaben zunächst, konnte im Rahmen der sofortigen Fahndung in der Nähe des Parkplatzes festgenommen werden. Nach Angaben eines Zollsprechers erlitten beide Beamten schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Warum die Beamten angegriffen wurden, die zum Tatzeitpunkt mit einem zivilen Streifenwagen mit Hund, und in Zivilkleidung unterwegs waren, ist völlig unklar. Die Flensburger Mordkommission und Kriminalbeamte der Spurensicherung ließen in der Nacht den gesamten Parkplatz sperren und nahmen erste Ermittlungen auf. Der Autofahrer wurde nach seiner Festnahme zur Vernehmung nach Flensburg gebracht und wurde anschließend wieder auf freien Fuß gesetzt. Möglicherweise habe der Mann die Zollbeamten nicht erkannt, sagte am Montag ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Flensburg. Gegen den Mann wird dennoch weiter wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

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