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Meeresgrund im deutschen Ostseegebiet umfassend kartographiert

Forschung Meeresgrund im deutschen Ostseegebiet umfassend kartographiert

Für den Meeresboden im gesamten deutschen Ostseegebiet gibt es erstmals ein einheitliches Kartenwerk. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) und das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) stellten die Karten anlässlich der 4. Hamburger Klimawoche am Wochenende in der Hansestadt vor, wie die beiden Einrichtungen am Samstag mitteilten.

Hamburg/Rostock. Die dreidimensionalen Reliefkarten geben Auskunft über die Beschaffenheit der Sedimente, also die Verteilung von Sand, Schlick, Steinen und eiszeitlichen Ablagerungen auf dem Meeresgrund. Sie vermitteln ferner einen Eindruck der Tiefenverhältnisse und möglicher Strömungsmuster. Die Informationen sind wichtig für die Errichtung von Windparks, die Verlegung von Kabeln und Pipelines und die Sicherheit der Schifffahrt. Sie haben auch Bedeutung für Forschung sowie Umwelt- und Küstenschutz.

Zur Erhebung der Daten wurden den Angaben zufolge zwischen 1994 und 2010 rund 17 000 Bodenproben auf einer Fläche von 15 540 Quadratkilometern genommen. Beteiligt waren die Forschungsschiffe "Deneb" vom BSH sowie "A. v. Humboldt" und "Professor Albrecht Penck" vom IOW.

dpa

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