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Hamburg Fregatte "Nordrhein-Westfalen" getauft
Nachrichten Hamburg Fregatte "Nordrhein-Westfalen" getauft
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08:52 17.04.2015
Von Frank Behling
Die neue Fregatte ist am Donnerstag von Hannelore Kraft auf den Namen des Bundeslandes "Nordrhein-Westfalen" getauft worden. Quelle: Axel Heimken/dpa
Hamburg

Taufpatin war die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD). Sie band in ihren Taufspruch stilecht den Bergmannsgruß „Glück auf!“ ein. Nach der Taufe der ersten Fregatte „Baden-Württemberg“ im Dezember 2013 ist damit ein weiterer wichtiger Meilenstein des Bauprogramms dieser Fregattenklasse erreicht. Die Schiffsklasse wurde 2007 bestellt. Das Programm leidet jedoch unter erheblichen Verzögerungen.

Die gut 150 Meter lange Fregatte „Nordrhein-Westfalen“ soll Mitte des Jahres 2018 an das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) übergeben werden - zwei Jahre später als geplant. Insgesamt liegt das Auftragsvolumen für die vier Fregatten bei etwa zwei Milliarden Euro.

NRW hat wieder ein Patenschiff. Foto: Behling

„Mich erfüllt es mit Stolz, dass dieses Schiff künftig den Namen unseres Bundeslandes über die Weltmeere tragen wird", sagte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. "Dass es als Botschafter für Nordrhein-Westfalen viele Häfen besuchen wird. Die Landesregierung wird die Möglichkeit gerne nutzen, gemeinsam mit der Besatzung auf diesem Schiff unser Land zu vertreten und zu präsentieren.“

Erinnerung an Vorgänger-Schiffe

Kraft erwähnte die in der Kaiserzeit gebauten Kriegsschiffe „SMS Westfalen“ und „SMS Rheinland“, die bei zahlreichen Einsätzen im Ersten Weltkrieg dabei waren. Die neuen Fregatten werden zum 4. Fregattengeschwader in Wilhelmshaven gehören. Die Schiffe haben einen kombinierten dieselelektrischen und Gasturbinen-Antrieb und sind bis zu 26 Knoten (48 km/h) schnell.

An Bord ist neben den wechselnden Besatzungen von 120 Mann Platz für ein 50-köpfiges Spezialkräfte-Kommando mit Ausrüstung. Es kann mit vier Speedbooten an Land gehen, zudem können zwei Hubschrauber an Bord stationiert werden. Die Kanonen können bis zu 70 Kilometer entfernte Ziele an Land angreifen. Andere Kriegsschiffe und Flugzeuge können mit Flugkörpern bekämpft werden. Ferner gibt es spezielle Einrichtungen zur Abwehr von Piraten und Terroristen sowie die Technik zur Führung eines multinationalen Einsatzes.

Besatzung nach Düsseldorf eingeladen

Kraft hob die Aufgabe der Marine hervor, zusammen mit Verbündeten für die Sicherheit im Schiffsverkehr zu sorgen: „Gerade ein rohstoffabhängiges und exportorientiertes Land wie Deutschland - und ganz besonders Nordrhein-Westfalen - sind auf freie Seewege angewiesen.“

Für die Fregatte „Nordrhein-Westfalen“ habe sich bereits ein Freundeskreis gegründet. Die Ministerpräsidentin lud die Besatzung zur Feier des 70. Jubiläums von Nordrhein-Westfalen nach Düsseldorf ein.

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