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Hamburg Wo das Glück zu Hause ist
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07:28 04.07.2014
Von Anne Steinmetz
Andrea Gastager, TASH, stellt das neue Tourismuskonzept vor. Quelle: fpr
Kiel

„Pink ist die Farbe des Glücks – leuchtend und lichtdurchlässig“, sagt Andrea Gastager, Geschäftsführerin der TASH. Pinkfarbene Kreise an Fensterscheiben kleiner Hotels, pinke Bänder um die Äste von Himbeersträuchern gewickelt oder ein Handyfoto am Strand mit pinkem Hintergrund. So sieht die Designagentur Feldmann und Schultchen die Zukunft Schleswig-Holsteins. Alle Orte des Glücks sollen pink markiert werden, entweder in der Natur mit Aufklebern und Bändern oder über eine App in den sozialen Netzwerken.

Andrea Gastager ist vom Konzept der beiden Hamburger André Feldmann und Arne Schultchen überzeugt: „Alle Orte, Städte, Regionen und Zielgruppen finden sich hier wieder.“ Einstimmig habe man sich deshalb auf das Konzept geeinigt.

Feldmann und Schultchen halten das Streben nach Glück für einen wesentlichen Punkt im Leben jedes Einzelnen. In ihren Augen hat Schleswig-Holstein vieles zu bieten, was glücklich machen kann: „Wind, frische Luft, Wasser, Licht und viel Raum.“ Die Touristen sollen im Urlaub mit Glück aufgeladen werden – und glücklich zurück nach Hause fahren.

Durch die pinken Markierungen soll auch das kleine, alltägliche Glück wieder sichtbar werden: Eine Wanderung mit nackten Füßen durch das Watt, ein Spaziergang im Wald nach einem Regenguss, die langen Sommerabende oder eine frische Brise am Meer. Feldmann und Schultchen sehen Schleswig-Holstein deshalb als „Glückswachstumsgebiet“, jeden Tag sollen neue Orte des Glücks entdeckt und markiert werden.

Bei ihrer Kampagne setzt die TASH vor allem auf das Marketing über die sozialen Medien oder Apps für das Smartphone. „Die Menschen vor Ort sollen direkt angesprochen werden“, betont Andrea Gastager, „Das ist mir wichtiger als ein Plakat in Nordrhein-Westfalen oder irgendwo an einer Autobahn.“

Bis die ersten pink-markierten Glücksorte in Schleswig-Holstein sichtbar werden, dauert es allerdings noch. In den kommenden Monaten wird zunächst die Umsetzung der Kampagne erarbeitet und das „Glückspotenzial“ des Landes erforscht. Die ersten pinken Aufkleber oder Bänder werden wohl erst 2015 verteilt.

Insgesamt ist die Kampagne auf drei Jahre angelegt. 60000 Euro stehen in diesem Jahr zur Verfügung, für die Folgejahre sind jeweils 250000 Euro eingeplant. Die Aktion ist Teil der neuen Tourismusstrategie des Landes. Deren Ziel: Die Zahl der Übernachtungen von 24,5 Millionen im Vorjahr auf 30 Millionen im Jahr 2025 zu steigern. Plus 30 gilt auch für den touristischen Bruttoumsatz. Er soll im Vergleich zu 2012 um 30 Prozent wachsen.

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