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Hamburg Präsidentin tritt zurück
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00:17 16.08.2013
Von Heike Stüben
Jutta Kürtz hat ihr Amt als Präsidentin des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes SHHB Knall auf Fall niedergelegt Quelle: Kitzelmann
Molfsee

Bei den 200 Verbänden des SHHB und deren 50000 Mitgliedern reichen die Reaktionen von Verständnis über Kopfschütteln und „Schockstarre“ bis zum Kommentar: „Das war überfällig“.  

Fest steht: Der Rücktritt ist Schlusspunkt einer fast zweijährigen Krise im SHHB in Molfsee. Es ist ein offenes Geheimnis, dass es massive  Probleme zwischen der Präsidentin  Kürtz und dem Geschäftsführer Dirk Wenzel sowie der Bildungsreferentin gab. Kürtz setzte in beiden Fällen die  Kündigung und die Neubesetzung durch. Eine weitere Mitarbeiterin ging von sich aus, der Umweltreferent ging  in den Ruhestand. „Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht und die Geschäftsstelle komplett neu aufgestellt“, sagt Thoben. Doch offenbar war die Situation damit nicht befriedet. Nach Informationen dieser Zeitung wurde nach der laut Kürtz „äußerst erfolgreichen und harmonischen“ Mitgliederversammlung im Juni  offenbar, dass der Vorstand nicht komplett hinter ihr steht.  „Ja“, bestätigt die 72Jährige, „es gab da einen Vorfall. Darauf habe ich konsequent mit meinem Rücktritt reagiert.“ 

Wer der Auslöser war, sagt sie nicht. Nur so viel:  Es sei nicht  Thoben gewesen und auch nicht  die neue Geschäftsführerin  Ute Löding-Schwerdtfeger gewesen.  In ihrem offiziellen Abschiedsbrief geht  Kürtz auf den Auslöser nicht ein, sondern schreibt: „Ich schaffe Raum für die geplante und dringend notwendige Erneuerung  des SHHB.“   Thoben bedauert den Rücktritt der Präsidentin ausdrücklich: „Viele Jahre hat sie sich mit unglaublicher Kraft und Hingabe um die Geschicke des SHHB gekümmert und das mit großem Erfolg.“ Er verstehe den Schritt aber auch. Vor Jutta Kürtz habe „ein sehr hoher, sehr konfliktreicher Berg bei der inhaltlichen Neuausrichtung des Heimatbundes“ gelegen.  

Der SSHB braucht aber erst einmal einen neuen Kopf. Bis auf Weiteres übernimmt Thoben, Referatsleiter in der Kieler Ministerialverwaltung,  kommissarisch die Präsidentschaft, steht selbst aber nicht als Nachfolger zur Verfügung. Er führe aber bereits Gespräche mit Kandidaten. Unklar sei, ob die neuen Präsidiumsspitze  von den Delegierten auf der nächsten regulären Mitgliedersammlung im April oder Mai gewählt werde oder früher auf einer Sonderversammlung.  Kürzt kündigte an, sie werde dem SHHB als Mitglied verbunden bleiben und sich weiter für den Heimatbegriff einsetzen.

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