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Training gegen den „Anfangsschock“

"Gorch Fock" Training gegen den „Anfangsschock“

Als Konsequenz aus dem Sturz einer Kadettin in 2010 ist die Ausbildung für rund 220 Offiziersanwärter bei der Marine umgestellt worden. Wer in Zukunft in die Takelage klettert, hat dies schon an Land geübt. Auf einem Übungsmast in Flensburg-Mürwik können Offiziersanwärter ihren „Anfangsschock“ überwinden.

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Sicheres Klettern für Marineoffizieranwärter in Mürwik: Die jungen Kadetten bekommen das Klettern erklärt. Ganz begeistert sind viele aber nicht.

Quelle: FB

Als Konsequenz aus dem Sturz einer Kadettin in 2010 ist die Ausbildung für rund 220 Offiziersanwärter bei der Marine umgestellt worden. Wer in Zukunft in die Takelage klettert, hat dies schon an Land geübt. Auf einem Übungsmast in Flensburg-Mürwik können Offiziersanwärter ihren „Anfangsschock“ überwinden.

Als Konsequenz aus dem Sturz einer Kadettin in 2010 ist die Ausbildung für rund 220 Offiziersanwärter bei der Marine umgestellt worden. Wer in Zukunft in die Takelage klettert, hat dies schon an Land geübt. Auf einem Übungsmast in Flensburg-Mürwik können Offiziersanwärter ihren „Anfangsschock“ überwinden.

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Der neue 28 Meter hohe Übungsmast an der Marineschule Flensburg-Mürwik hat sich nach Einschätzung von Ausbildungschef Ivo Schneider bestens bewährt. „Für die Ausbildung auf der „Gorch Fock“ ist das schon eine tolle Vorbereitung“, sagte der Fregattenkapitän am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Seit drei Monaten wird die 1,4 Millionen Euro teure Übungsanlage für die Ausbildung benutzt. Nach dem tödlichen Sturz einer Kadettin aus der Takelage im November 2010 war das Ausbildungskonzept neu erstellt worden.

Insgesamt 170 Marineoffiziersanwärter aus der aktuellen Crew haben das Training am Übungsmast bereits abgeschlossen. „220 müssen wir insgesamt ausbilden“, sagte Schneider. „Alle von ihnen waren schon oben, aber noch sind nicht alle durch.“ Geübt wird in allererster Linie das sichere Verhalten in der Takelage. „Wir wollen erreichen, dass die jungen Kameraden, sobald sie auf die „Gorch Fock“ gehen, sofort an die Bedingungen gewöhnt sind und man auf dem Schiff sofort mit den eigentlichen Arbeiten in der Takelage beginnen kann, wie zum Beispiel Segel setzen“, sagte der Ausbildungschef.

Mit dem Übungsmast können künftige Offiziere den „Anfangsschock“, den manche normalerweise erst an Bord erleiden, bereits an Land vorwegnehmen. Schneider hat das so beobachtet: „Zu Anfang große staunende Augen bei den Jungs und Mädels, nach den ersten paar Malen etwas zufriedenere Gesichter, aber immer noch viel Respekt und bei Abschluss der Prüfungen eine gewisse Dankbarkeit.“ Die Offiziersanwärter gingen mit großem Respekt in die Höhe, sagte der 43-Jährige, der auf der „Gorch Fock“ Segeloffizier und 1. Offizier war. „Ich bin selbst dort oben auf dem Mast herumgekraxelt; der ist schon sehr ähnlich zu dem auf der „Gorch Fock.“ Rund 28 Meter hoch ist der Mast, 45 Meter das Original.

Aus Sicht Schneiders wäre es gut gewesen, wenn die Marine den Übungsmast schon Jahre früher bekommen hätte. „Ich glaube zwar nicht, dass wir ihn bekommen hätten und erst die Vorfälle ihn ermöglicht haben, aber richtig und sinnvoll ist das auf jeden Fall.“ Bis Ende September soll die Ausbildung am Übungsmast abgeschlossen werden. 24 Stunden sind für jeden Offiziersanwärter angesetzt. Wenn jemand mehr Zeit braucht, kann nachgelegt werden.

Die erste Ausbildungsfahrt der „Gorch Fock“ nach etwa zweijähriger Pause soll Anfang nächsten Jahres starten. Zunächst kommt das Segelschulschiff der Marine nach längerer Reparatur in der nächsten Woche in seinen Heimathafen Kiel zurück.

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