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Wieder brennt ein deutsches Schiff

Explosion vor Indien Wieder brennt ein deutsches Schiff

Die Serie von brennenden Frachtern reißt nicht ab: Nach der „MSC Flaminia“ gab es erneut eine Explosion auf einem deutschen Containerschiff. Diese Mal vor der indischen Küste. 

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Bislang konnte das Feuer auf der „Amsterdam Bridge“ nicht gelöscht werden.

Quelle: dpa

Hamburg. Wie die Hamburger Reeder Thien & Heyenga, Eigentümer des Schiffes, mitteilt, ist am Sonntag gegen 16.35 Uhr Ortszeit vor der indischen Küste an Bord der „Amsterdam Bridge“  im Laderaum 3 ein Feuer ausgebrochen. Dabei soll es nach ersten Meldungen, wie zuvor auch bei der „MSC Flaminia“, eine Explosion gegeben haben. Das Schiff befand sich zum Zeitpunkt des Feuers auf der Reise von Nhava Sheva (Indien) nach Colombo (Sri Lanka).

Von der 20‐köpfigen Crew, die aus der Ukraine, Polen, den Philippinen und Myanmar stammt, wurde laut Reederei niemand verletzt. Das Feuer wurde mit der Hilfe von zwei Spezialschiffen der indischen Küstenwache unter Kontrolle gebracht. Gelöscht ist es aber noch nicht. Die Mannschaft blieb bislang unverletzt und befindet sich nach Angaben der Reederei in der Gefahrenzone. Bislang ist nicht von einer Meeresverschmutzung durch die Explosion und den Brand auszugehen. Die Höhe des Sachschadens kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden.

Das unter der Flagge des Karibikstaates Antigua & Barbuda fahrende Schiff wurde erst im Juli 2009 von der Daewoo-Werft in Korea gebaut. Es fährt derzeit im Auftrag der japanischen Reederei “K“ Line. Bei einer Länge von 260 Metern und einer Breite von 32 Metern beträgt die Ladekapazität 4380 Standardcontainer. Die 260 Meter lange „Amsterdam Bridge“ ist etwas kleiner als die für 6750 Container ausgelegte „MSC Flaminia“. Nach Angaben der Hamburger Reederei  ankert der Havarist in indischen Hoheitsgewässern außerhalb des Kanals vor dem Hafen von Nhava Sheva, in der Nähe von Mumbai. Die „Amsterdam Bridge“ hat insgesamt rund 1550 Container geladen. Darunter sollen sich auch etwa 45 Container mit Gefahrgut befinden.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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