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Kultur Treffen der Theatersolisten
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12:08 27.09.2018
Von Ruth Bender
Theaterstar Philipp Hochmair eröffnet das 11. Monodrama Festival Thespis in Kiel. Quelle: Rüdiger Schall
Kiel

Aus Spanien, Polen, Japan und Israel kommen die Theatersolisten, Brasilien ist erstmals dabei, aus Amerika und Großbritannien sind jeweils gleich zwei Produktionen zu Gast. Und den Anfang macht mit Philipp Hochmair ein Schauspielstar, dessen "Jedermann" schon bei der letzten Thespis-Ausgabe 2016 ein Glanzlicht setzte. Diesmal zeigt er zur Eröffnung seine Version von Kafkas "Amerika".

Amerika beschäftigt auch den Engländer Matt Panesh, der im rasanten Monolog von seiner Reise im Greyhound Bus durch die USA berichtet. Panesh ist auch Autor eines Monologs, der das martialische Hollywood-Epos "300" mit den Kriegsgedichten des 1918 im Ersten Weltkrieg gefallenen Engländers Wilfred Owen versetzt.

Die Themen Krieg und Wanderung ziehen sich wie ein roter Faden durch das Festival. „Wir haben nicht danach gesucht“, sagt Jolanta Sutowicz, „aber mir ist aufgefallen, dass sich die Themen gleichen.“ So etwas wie der Urstoff dazu ist Homers Odyssee – der Engländer George Mann hat die sagenhafte Irrfahrt zum Kondensat verdichtet.

Spannend ist dabei die Vielfalt von Formen und Herangehensweisen. Die Japanerin Yokko belebt den Mythos der Medea mit Mitteln des Butoh-Tanzes. Die kubanische Bühnenkünstlerin Monse Duany spürt der Geschichte der legendären Sängerin La Lupe nach. Und in der wortlosen Legende vom Faun verspinnt der Spanier Mai Roja Traum und Tag.

Für die Ausstrahlung von Thespis spricht, dass der Bund das Festival weiterhin fördert und in Kiel neben dem nimmermüden Freundesverein Maecenas Kooperationspartner vom Mahnmal Kilian bis Spokenwords dabei sind. „Wichtig ist uns“, so Jolanta Sutowicz, „dass die Theatermacher einander und dem Publikum begegnen und Inspiration finden.“

Thespis, 10. bis 17. November. Karten: Tel. 0431/901901, www.thespis.de

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