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Freie Reife für jeden Käse

Theater im Werftpark Freie Reife für jeden Käse

Nach "König Keks" und "Schockorange" kommt mit "Max und die Käsebande" der Kinder- und Jugendchor der Akademien am Theater Kiel zum dritten Mal mit einer Musical-Geschichte von Peter Schindler ins Junge Theater im Werftpark. Premiere (ausverkauft) ist am 6. April.

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Mitten im Käsereich: Sabine Kuhnert (Regie) und Christopher Melching (Ausstattung).

Quelle: Björn Schaller

Kiel. Mit dem Regieren ist das so eine Sache. Das gilt auch für das Käsereich von Käsekönig Kurt. Seine Kontrahenten Yogi Yoghurt und Rolly Harzer haben unrechtmäßig die Macht an sich gerissen. Molly Appenzell und ihre einheimischen Kollegen, alle Hersteller von besonders schmackhaftem Käse, fürchten die Gleichmachung des Käseweltmarkts durch einen faden Einheitskäse. Was also tun? Einen Ausweg bietet möglicherweise die auf Käsediebstahl spezialisierte Käsebande unter ihrem Anführer Max. Das gemeinsame Ziel: Individualität und freie Reifemöglichkeiten für jeden Käse und seine Hersteller.

Das Thema „Einheitsbrei versus Vielfalt“ sei gerade für Kinder eine ziemlich aktuelle Sache, sagt Regisseurin Sabine Kuhnert. Ob über das Fernsehen oder die Spielzeugindustrie werde den jungen Menschen ein extern gesteuerter Einheitsgeschmack aufgedrückt, findet Kuhnert, die leitende Theaterpädagogin am Theater Vorpommern ist. Eine Besonderheit: „Das Stück hat sehr viele Rollen, deswegen geht niemand im Chor unter, jeder hat seinen Moment. Es gibt nicht allzu viele Werke dieser Art.“

Ein Bühnenbild, das die Kinder integriert

Zur Seite steht der Regisseurin Ausstatter Christopher Melching: „Wie jedes Bühnenbild muss die Szene optisch wirken und die jeweilige Situation bedienen. Hier aber musste eine Kulisse geschaffen werden, die erspielt werden kann. Es ist ein Bühnenbild, dass die Kinder integriert. Es entstehen mehrere Welten. Ein Bühnenzauber im ursprünglichsten Sinne.“

Die Live-Musik wird nicht zuletzt auch auf Wunsch des musikalischen Leiters Moritz Caffier auf der Bühne eher versteckt gespielt, erzählt Kuhnert. Bei bis zu 35 Akteuren gleichzeitig auf den Brettern habe das nicht nur organisatorische, sondern auch akustische Gründe. „Aber“, so Kuhnert, „klingen wird es großartig!“

Ab dem 6. April, 18 Uhr, im Jungen Theater im Werftpark (empfohlen ab fünf Jahren). Tickets: Tel. 0431 / 901901, Termine und mehr Infos: www.theater-kiel.de

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