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17:45 06.11.2018
Von Sabine Tholund
Tadeusz Galia spielt und inszeniert "Neues von Kellermanns" im Polnischen Theater. Quelle: Björn Schaller
Kiel

Die Kinder sind mittlerweile aus dem Haus,  die Goldene Hochzeit steht bevor. Doch so richtig will keine Ruhe einkehren, denn beide haben ganz offensichtlich Geheimnisse voreinander, die den Argwohn des jeweils anderen weckt.  „Darüber hinaus erzählen die beiden sich gegenseitig ihr Leben“, sagt Tadeusz Galia, der mit Jutta Ziemke auf der Bühne steht und wie so oft gleichzeitig Regie führt.  „Unsere Chance ist, dass wir quasi unsere private Beziehung mit einbringen können. Das könnte den Charme der Inszenierung ausmachen.“

Schauplatz Wohnzimmer

Obwohl alle Szenen im Wohnzimmer spielen, sind auf der Bühne jede Menge Umbauarbeiten erforderlich, die Galia mit allerhand Einfallsreichtums bewältigen muss. Eine wichtige Rolle kommt einem Telefon zu, das griffbereit  neben einem Sessel auf seine Einsätze wartet. Denn in jedem der insgesamt vier Bilder gibt es Anrufe, die bei den Protagonisten für gegenseitiges Misstrauen sorgen - egal ob es sich um die kryptische Auseinandersetzung mit einem Rechtsanwalt  oder um Telefonate mit der gemeinsamen Tochter handelt, deren Inhalt verschwiegen werden.

Ein Stück zum Schmunzeln

Manches Paar im Zuschauerraum könnte sich in den Kellermanns  gespiegelt sehen, glaubt der Regisseur. „Es ist ein Stück zum Schmunzeln, zum Lachen und ein bisschen zum Nachdenken – so, wie das Leben eben ist.“                                                                                                              

Polnisches Theater Kiel, Düppelstraße  61a. Premiere Donnerstag, 20 Uhr. Karten unter 0431/804099

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