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Kultur Mit Janosch und Judith im Park
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19:48 27.06.2018
Von Sabine Tholund
Verwirrung der Gefühle und mittendrin Judith (Kristin Hansen) Janosch (Sebastian Kreuzer, Mitte) und Paul (Lasse Wagner). Quelle: Olaf Struck
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Kiel

Kreuz und quer zogen die Schauspieler zur Premiere  bei herrlichem Sommerwetter von einem Spielort zum nächsten, im Schlepptau eine Schulklasse, deren Schüler der Alterszielgruppe „12 +“ entsprochen haben dürften. Eifersucht, mangelndes Selbstwertgefühl, der Wert von Freundschaft und das bittersüße Gefühl von Verliebtheit: Im Stück geht um Themen, die nicht nur Jugendliche umtreiben.

Im emotionalen Chaos

 Für Janosch und Paul steht der Schulabschluss vor der Tür, doch beide haben noch keine Begleitung für den Abschlussball. Paul fragt Janosch um Rat, aber der ist nicht bei der Sache. Er ist total verknallt in seine Sandkastenfreundin Judith, die in ihm leider nur den Kumpel sieht. Als Judith ihn bittet, ihr bei einem Rachefeldzug gegen ihren untreuen Ex-Freund zu assistieren, stürzt sie Janosch in ein emotionales Chaos. Einerseits fühlt er sich geschmeichelt und möchte am liebsten alles für Judith tun,  andererseits fürchtet er,  etwas „Ungesetzliches“ zu tun.

Unterschiedlicher können Charaktere kaum sein

Zwischen der coolen, obergenervten Judith und dem leicht überdrehten Paul ist der ehrpusselige Janosch der Brave in dem Stück.  Auf der Wiese oder in der Hängematte unter Bäumen lümmelnd, geben Sebastian Kreuzer (Janosch), Lasse Wagner (Paul) und Kristin Hansen (Judith) ihren Figuren größtmögliche Natürlichkeit und zeichnen Charaktere, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Mit Judiths plötzlichem Verschwinden beginnt  eine Art Schnitzeljagd, in der weite Wege zurückgelegt werden.  Bis Janosch sie findet, hat er allerhand Erkenntnisse über sich und seine Angebetete gewonnen – und das Publikum den Park mehrfach durchwandert.                                                                 

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