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Kultur Ausschuss berät über Abschlussbericht
Nachrichten Kultur Ausschuss berät über Abschlussbericht
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09:08 06.08.2013
Die Elbphilharmonie ist am 07.06.2013 in Hamburg zu sehen. Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss «Elbphilharmonie» berät über den Abschlussbericht. Quelle: dpa
Hamburg

Vorerst letzte Runde im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) zur Elbphilharmonie: Die Ausschussmitglieder beginnen am Dienstag mit den Beratungen zum Abschlussbericht. Auf rund 800 Seiten geht es in dem Entwurf vor allem um die Frage, wie es zu den immensen Kostensteigerungen und Verzögerungen bei dem Prestigeobjekt kommen konnte. Für die Beratungen sind in dieser Woche drei Tage angesetzt. Am Donnerstag könnte dann der Abschlussbericht zum Konzerthaus im Hamburger Hafen verabschiedet werden — wenn sich alle Fraktionen einig sind.

Der Ausschuss ist bereits die zweite Auflage bei der Suche nach den Ursachen für die Kostenexplosion. Erstmals hatten die Parlamentarier bereits von Mai 2010 an versucht, Licht ins Dunkel zu bringen. Die vorgezogene Bürgerschaftswahl im Februar 2011 machte dem jedoch zunächst ein Ende — ehe der zweite PUA im April 2011 seine Arbeit aufnahm. Derzeit steht sogar ein dritter Untersuchungsausschuss im Raum. Zumindest hat die CDU-Opposition bereits damit gedroht.

Im nun zu Ende gehenden untersuchten die Mitglieder den Zeitraum bis Ende 2008 — dabei geht es vor allem um den sogenannten Nachtrag 4, durch den die Kosten der Stadt von 114 auf 323 Millionen Euro stiegen. In 43 Sitzungen wurden zahlreiche Zeugen gehört, darunter Hamburgs ehemaliger Erster Bürgermeister Ole von Beust (CDU), die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron, Vertreter des Baukonzerns Hochtief und der frühere Chef der städtischen Realisierungs-Gesellschaft (ReGe), Hartmut Wegener. Im Zeugenstand gaben sich die Beteiligten gegenseitig die Schuld an dem Debakel.

Währenddessen standen auf der Baustelle für Deutschlands größtes Kulturprojekt die Kräne still: Erst Anfang Juli wurden die Arbeiten am Konzerthaus nach eineinhalb Jahren Baustopp wieder aufgenommen. Hochtief will die Elbphilharmonie nun zum „Globalpauschalfestpreis“ von 575 Millionen Euro bis Herbst 2016 fertigstellen, die Eröffnung ist für 2017 geplant. Die Gesamtkosten für den Steuerzahler belaufen sich laut Senat inzwischen auf 789 Millionen Euro.

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