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Kultur Aschenputtel tanzt im Zirkus
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06:00 06.10.2018
Von Sabine Tholund
Probenarbeit: Die Compagnie bei der Arbeit an "Cinderella". Quelle: Olaf Struck
Kiel

Kiels Ballettdirektor Yaroslav Ivanenko hat selbst in mehreren Produktionen des romantischen Handlungsballetts   mitgewirkt -  unter anderem in Hamburg, wo John Neumeier  1992 „A Cinderella Story“ choreografierte. „Das war interessant“, sagt er – und hat jetzt selbst eine interessante Version auf die Beine gestellt.  Die Handlung, die im Kern unberührt geblieben ist,  hat er in den Zirkus verlegt. Seine Cinderella träumt am Rande der Manege davon, Artistin zu werden, wie ihre Mutter, die vom Hochseil stürzte und starb. Leider ist die Zirkusdirektorin gleichzeitig ihre Stiefmutter und, wie deren zickigen Töchter, dem Mädchen nicht wohlgesonnen.

Schillernder Schauplatz Zirkus

„Im Zirkus gibt es für uns einfach mehr Möglichkeiten, der Schauplatz stellt uns vor neue Herausforderungen“, sagt Ivanenko. So ist etwa der  erste Akt in eine Zirkusvorstellung gebettet. „Die Tänzer laufen auf Stelzen, arbeiten mit  Hula-Reifen und Springseil.“  Einen Prinzen gibt es in seiner neoklassisch orientierten Choreographie natürlich auch. Der Blaublüter besucht  die Zirkusvorstellung und lädt im zweiten Akt alle Artisten zur Belohnung für ihre Darbietungen in sein Schloss ein. Und hier nimmt märchenhafte Geschichte ihren Lauf.

„Und jede einzelne Note des Abends ist von Prokofjew“

Da die Dramaturgie der Kieler Version im Tempo vom Original abweicht, musste auch die Musik umgestellt werden.  Mit Daniel Carlberg, für den „Cinderella“ die erste Kieler  Ballettpremiere ist, hat  Ivanenko einzelne Tänze ausgetauscht,  hier und da gibt es Wiederholungen. „Die Grobstruktur ist jedoch geblieben“, so der musikalische Leiter.  „Und jede einzelne Note des Abends ist von Prokofjew.“       

Opernhaus. Premiere Sonnabend, Beginn 19.30 Uhr.

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