Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Kultur Ganz schön was auf dem Kärbholz
Nachrichten Kultur Ganz schön was auf dem Kärbholz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:58 29.10.2017
Von Thorben Bull
Die Nordrhein-Westfälische Band rockte gestern Abend das Kieler Max. Quelle: Karsten Schmidt (Archivbild)

Der erste Eindruck

Kärbholz fackelten nicht lange, sondern knüppelten gleich ihren aggressiven Mix aus Rock und Punk in die Bretter. Schließlich gilt der Charts-Erfolg "Überdosis Leben" als das bisher härteste Album der Band aus dem Süden Nordrhein-Westfalens.

Die Musik

Selbst Liebeslieder ("Wie ein Engel") bekommen bei Kärbholz einen stählernen Umhang. Zum Verschnaufen gab es ein kleines Akustik-Set. Von Abwechslungsreichtum in Sachen Songwriting kann nur ganz bedingt die Rede sein. Dafür saßen die Mitsing-Refrains wie angegossen bei Band und Publikum.

Das Publikum…

… ließ sich von Sänger Torben Höffgen anstacheln, war textsicher und trug somit die Stimmung in der Halle. Die üblichen Choreographien wie Armschwenker und Lichtermeer durften nicht fehlen. Nichts Neues, aber alt Bewährtes bleibt eben effektiv.

Was in Erinnerung bleibt

Auffällig waren die Riffs von Gitarrist Adrian Kühn, die phasenweise an den Stil von Slash zu besten Guns'n'Roses Zeiten erinnerten. Darüber hinaus der Gänsehautmoment als die Halle den Refrain vom zehn Jahre alten Bandklassiker "Mein Weg" auch ohne Unterstützung der Band sang.

Fazit

Hätte sich jemand in das Konzert verlaufen, derjenige hätte es schwer gehabt Anschluss zu finden. Dafür sind Band und Publikum zu eingefleischt. Alles in allem also nur etwas für echte Fans, aber auch ein rundum solides und gelungenes Rockkonzert.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Kultur Komische Oper Berlin - Steigerung bis zur Trance

Mit der Einstudierung von „Satyagraha“ des amerikanischen Komponisten Philip Glass hat die Komische Oper für eine kleine Sensation in Berlin gesorgt, denn noch nie ist die bereits 1980 in Rotterdam uraufgeführte Oper in der Hauptstadt aufgeführt worden.

Jürgen Gahre 28.10.2017

Der Lyriker Jan Wagner hat in Darmstadt den Georg-Büchner-Preis bekommen. Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Erich Kästner (1957), Günter Grass (1965) und Heinrich Böll (1967).

28.10.2017
Kultur Dänische Ballettlegende - "La Sylphide": Vom Tivoli nach Kiel

In Kopenhagen ist "La Sylphide" Legende, in Szene gesetzt vom Leiter des königlichen Balletts August Bournonville (1805-1879). In Kiel studiert Peter Bo Bendixen, Leiter des Tivoli Balletts in Kopenhagen, das Stück ein.

Ruth Bender 28.10.2017
Anzeige