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Ganz schön was auf dem Kärbholz

Blitzkritik Ganz schön was auf dem Kärbholz

Mit der Band Kärbholz kam ein wahres Deutschrockmonster in das mit rund 750 Gästen gut gefüllte Kieler Max Nachttheater und sorgte bei seinen Anhängern, so auch der Name von aktuellem Album und Tour, für eine "Überdosis Leben".

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Die Nordrhein-Westfälische Band rockte gestern Abend das Kieler Max.

Quelle: Karsten Schmidt (Archivbild)

Der erste Eindruck

Kiel. Kärbholz fackelten nicht lange, sondern knüppelten gleich ihren aggressiven Mix aus Rock und Punk in die Bretter. Schließlich gilt der Charts-Erfolg "Überdosis Leben" als das bisher härteste Album der Band aus dem Süden Nordrhein-Westfalens.

Die Musik

Selbst Liebeslieder ("Wie ein Engel") bekommen bei Kärbholz einen stählernen Umhang. Zum Verschnaufen gab es ein kleines Akustik-Set. Von Abwechslungsreichtum in Sachen Songwriting kann nur ganz bedingt die Rede sein. Dafür saßen die Mitsing-Refrains wie angegossen bei Band und Publikum.

Das Publikum…

… ließ sich von Sänger Torben Höffgen anstacheln, war textsicher und trug somit die Stimmung in der Halle. Die üblichen Choreographien wie Armschwenker und Lichtermeer durften nicht fehlen. Nichts Neues, aber alt Bewährtes bleibt eben effektiv.

Was in Erinnerung bleibt

Auffällig waren die Riffs von Gitarrist Adrian Kühn, die phasenweise an den Stil von Slash zu besten Guns'n'Roses Zeiten erinnerten. Darüber hinaus der Gänsehautmoment als die Halle den Refrain vom zehn Jahre alten Bandklassiker "Mein Weg" auch ohne Unterstützung der Band sang.

Fazit

Hätte sich jemand in das Konzert verlaufen, derjenige hätte es schwer gehabt Anschluss zu finden. Dafür sind Band und Publikum zu eingefleischt. Alles in allem also nur etwas für echte Fans, aber auch ein rundum solides und gelungenes Rockkonzert.

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