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„Bestsellerlisten sind kein Qualitätsprädikat“

Wladimir Kaminer „Bestsellerlisten sind kein Qualitätsprädikat“

Seit Anfang des Jahres bittet der „Spiegel“ Verlage zur Kasse, die ihre Bücher mit dem Titel „Spiegel-Bestseller“ anpreisen. Dem Schriftsteller Wladimir Kaminer sind solche Bestenlisten suspekt. Weder seien sie eine Ehrung für Autoren, noch böten sie Lesern Orientierung, urteilte der 50-Jährige gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)

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Schriftsteller Wladimir Kaminer sieht Bestsellerlisten kritisch.

Quelle: picture alliance / Markus Scholz

Hannover. Der Schriftsteller Wladimir Kaminer („Russendisko“) sieht Bestsellerlisten kritisch. Dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) sagte der Autor, der mit seinen Büchern regelmäßig die Rankinglisten anführt: „Bestsellerlisten sind kein Qualitätsprädikat. Alles Mögliche findet auf solchen Listen Platz, Herausragendes und Banales nebeneinander.“ Sein Fazit: „Für Leser kein Kompass, für die Autoren keine Auszeichnung.“

Der „Spiegel“ verlangt seit Anfang des Jahres Geld für die Verwendung des Logos „Spiegel-Bestseller“. Viele Verlage sind verärgert über diese Entscheidung. Die Verlagsgruppe Random House, zu der etwa Heyne, Blanvalet und Luchterhand gehören, möchte deshalb bis auf Weiteres auf das Logo verzichten. Claudia Limmer von Random House sagte dem RND: „Es ist nicht nachvollziehbar, aus der partnerschaftlichen Zusammenarbeit aller an dem seit Jahren praktizierten und wöchentlich stattfindenden Prozess der Bestsellererhebung beteiligten Urheber ein einseitiges Geschäftsmodell für den ,Spiegel’ zu generieren.“

Von RND/Nina May

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