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Kultur Biennale in Venedig: Architektur in Zeiten der Krise
Nachrichten Kultur Biennale in Venedig: Architektur in Zeiten der Krise
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08:55 28.08.2012
Der Architekt Miroslav Sik im Schweizer Pavillon. Quelle: Andrea Merola

Was bei dieser Suche nach dem "Common Ground", so das Motto der diesjährigen Architekturschau, herausgekommen ist, das können die erwarteten etwa 200 000 Besucher in den nächsten Monaten herausfinden. Nach zwei Tagen der Vernissagen öffnen an diesem Mittwoch (29.8.) die Pavillons der 13. Architektur-Biennale in der norditalienischen Lagunenstadt offiziell.

Ökologisches sowie auch Sozial- und Konsumkritisches ist unter den Projekten, die die 55 teilnehmenden Nationen bis zum 25. November traditionell in den Giardini der Biennale und im Arsenale zur Debatte stellen. "Das zentrale Thema ist das, was wir alle gemein haben", so hatte der Stararchitekt die Richtung seiner ersten Venedig-Biennale vorgegeben. Es geht ihm weniger darum, Stars oder Außergewöhnliches ins Rampenlicht zu rücken, er will vielmehr in Venedig die Kultur der Architektur feiern. Die Biennale solle auch eine "Provokation" sein.

"Architektur als Ressource", lautet das Thema des Deutschen Pavillons, den Generalkommissar Muck Petzet gestaltet hat. Aus Deutschland sind neben anderen Hans Kollhoff, Thomas Demand, Philipp Oswalt, Thomas Struth und Wolfgang Wolters vertreten. Erstmals sind Angola, Kosovo, Kuwait, Peru und die Türkei mit dabei. Architektur in Krisenzeiten, das haben nicht zuletzt die Griechen herausgearbeitet: Wie sich die Architektur "Made in Athens" in den Jahren der tiefsten Wirtschaftskrise verändert, zeichnet ihr Ausstellungsbeitrag nach.

Chipperfield hat die Japanerin Kazuyo Sejima als Kurator der Internationalen Ausstellung abgelöst. Er hatte im Herbst 2011 den Deutschen Architekturpreis für den Wiederaufbau des Neuen Museums Berlin erhalten. Knapp 120 Architekten, Künstler, Kritiker und Fotografen stellen in Venedig jetzt unter seiner Leitung 69 Projekte und Installationen vor - und suchen dabei ihren "gemeinsamen Grund".

Die wichtige Architekturausstellung solle eben keine Parade großer Architekten von Renzo Piano bis Zaha Hadid sein, diese sollten vielmehr ihre Zusammenarbeit und ihr kollektives Wirken deutlich machen, hatte Chipperfield erklärt. "Die Beziehung zwischen dem Berufsstand und der Gesellschaft klappt nicht, wir haben keinen gemeinsamen Grund", meinte der Brite.

dpa

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