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Lachsalven am laufenden Band

Blitz-Kritik: Abdelkarim Lachsalven am laufenden Band

Über den Islam dürfen selbstverständlich auch Witze gemacht werden. Das ist die Maxime von Comedian Abdelkarim mit seinem zweiten Soloprogramm Staatsfreund Nr. 1 bei seiner Kiel-Premiere im Metro-Kino. 400 Besucher amüsieren sich köstlich.

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Als Hingucker Abdelkarims T-Shirt mit Bud Spencer-Comicfigur.

Quelle: Björn Schaller

Das Publikum

Kiel. Eine spontane Abfrage und Ansprache von Besuchern aus der ersten Reihe durch Abdelkarim zeigt, dass gerade auch etliche Comedy-Fans mit Migrationshintergrund den Weg ins Programm des Deutsch-Marokkaners gefunden haben. Vertretene Nationen sind beispielsweise Türkei, Kroatien, Serbien und Südkorea.

Das Programm

Der 36-Jährige haut einen Kalauer nach dem anderen heraus. Er berichtet aus seiner Kindheit, Jugend und Familie, lässt immer wieder seinen Kumpel Ali als Figur auftauchen, vergnügt mit gängigen Klischees zu Geflüchteten und Migranten, macht aber auch keinen Bogen um politisch heikle Themen wie Personenkontrollen nach dem Racial Profiling-Muster. Und auch die AfD-Vorderen Gauland, Höcke, Poggenburg, Weidel und Meuthen bekommen an diesem Abend ihr Fett ab.

Was in Erinnerung bleibt

Als Hingucker Abdelkarims T-Shirt mit Bud Spencer-Comicfigur. Sehr sympathisch auch seine Eigenschaft, sich selbst durch den Kakao ziehen zu können.

Fazit

Ein aufstrebender Comedian bewegt sich gekonnt zwischen prolligem Sprachgebrauch und intellektueller Botschaft. Das Thema Integration wird ihm in den nächsten Jahren bestimmt noch reichlich humorvollen Stoff bieten, mit dem er seinen Mitmenschen gekonnt den Spiegel vorhält.

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