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Kultur Gut geölte Bröselmaschine
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13:00 25.03.2018
Von Kai-Peter Boysen
Die Krautrocklegende Bröselmaschine in der Räucherei. Links mit bekannter Frisur, Bart und Brille: Peter Bursch. Quelle: Boysen, Kai-Peter
Kiel

Der erste Eindruck

Vom ersten Ton an steht der Sound; er ist klar differenziert und in optimaler Lautstärke. So macht das Zuhören beim ersten bluesigen Ausrufezeichen „Come See About Me“ gleich doppelt Spaß. Passend dazu: Die projizierten Bildcollagen von Peter Petersen.

Das Programm

Bröselmaschine, das sind 50 Jahre Bandgeschichte durch Kraut- und Bluesrock mit Folk-, Jazz- und Progausflügen. Besetzungswechsel sind keine Besonderheit, daher steht heute Chantal Jansen am Mikro und macht ihre Sache großartig, hat von Rockröhre bis zum sphärischen  Engelsgesang alles im Repertoire. Und die Bröselmaschine läuft wie geschmiert, vom rhythmisch spannenden „Hello, Hello“ mit Americana-Touch über den 13-minütigen Wüstenritt „Indian Camel“ (Titelsong des neuesten Albums) mit „Bolero“-Zitat von Leadgitarrist Michael Dommers und Sitarspiel von Bursch bis zum hardrockigen „I Was Angry“ mit fettem Drumsolo von Manni von Bohr ist alles dabei.

Das Publikum

Peter Burschs Bröselmaschine wird in diesem Jahr 50, das haben die meisten im Publikum bereits hinter sich. Die Zahl der Zuhörer orientiert sich leider auch stark an den Bandjahren, dafür spenden die Fans reichlich Applaus, der selbst zur Pause länger ausfällt als der Schlussapplaus bei anderen Bands.

Was in Erinnerung bleibt

Es sind fast drei Stunden vergangen, als Peter Bursch und Michael Dommers die letzte Instrumentalzugabe „Daydreaming“ anstimmen. Doch irgendwie möchte man nicht gehen, denn man weiß, dass keine noch so engagierte Retrokappelle über einen solchen musikalischen Erfahrungspool und deshalb Feeling verfügt.

Fazit

Ein toller Trip in Peter-Burschs-Zeitmaschine.

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