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Kultur Jazz aus London und Hamburg in Kiel
Nachrichten Kultur Jazz aus London und Hamburg in Kiel
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09:48 26.09.2018
Von Jörg Meyer
Die London Hamburg Jazz Connection im Kulturforum mit dem Sir Bradley Quartett und Alison Rayner Quintet, um die britische Bassistin Alison Raynor (im Bild).  Quelle: mwe: Manuel Weber
Kiel

Der erste Eindruck
Starke Frauen geben nicht nur Europa, sondern auch dem Jazz neue Impulse. Dass im Sir Bradley Quartett nur Freuen musizieren und dabei die ihnen ureigene Power mit Poesie verbinden, macht Mut für die Vereinigung der Länder und der Menschen.
Das Programm
Die Hamburgerinnen, die sich allzu bescheiden als „Vorband“ der Londoner Kolleginnen bezeichnen, begreifen Jazz ohnehin als international. Ihr „Sun Trip“ lässt die Sonne regenbogig quer durch die vielfältigen Sounds und Traditionen leuchten. Mit „Hierbas“, einer Hommage an den gleichnamigen südeuropäischen Kräuterschnaps, entfachen sie einen Rausch, der blue-notend glimmt wie die Europa-Fahne. Nicht zu unrecht wurde das Alison Rayner Quintet jüngst zur besten Jazz Combo Britanniens gekürt. Denn die Band um die Bassistin und Komponistin Alison Rayner verbindet nicht nur europäische Jazz-Traditionen, sondern schlägt in „The Trunk Call“ mit der Gitarre im Sitar-Sound Brücken nach Indien. Selbst wenn ein Stück „Half A World Away“ titelt, hier rücken zwei Welthälften ganz nah aneinander.
Das Publikum
Die engagierten Soli erzeugen beim Kieler Publikum spontanen Szenenapplaus, mehr als sonst üblich. Kein Wunder, denn das Publikum spürt und goutiert mit manchem Bravo, wie sich die Damen (und die zwei Herren beim ARQ) für eine gemeinsame Idee ins Zeug legen.
Fazit
Auch wenn der Brexit kommt – weich oder chaotisch –, er wird uns nicht entzweien. Jazz setzt hier ein Zeichen für das Gemeinsame und das schon immer Grenzüberschreitende von Musik und Kultur.

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