Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Kultur Cara: Eine Welt voller Geschichten
Nachrichten Kultur Cara: Eine Welt voller Geschichten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:06 08.02.2018
Von Thorben Bull
Cara gaben ein Konzert im Lutterbeker. Quelle: Björn Schaller

Der erste Eindruck

Die typische, von Melancholie untersetzte, Fröhlichkeit des Irish Folk war schon beim Opener „There Will Be Fog“ dominierend und im Verlauf des Konzertes wiederkehrend.

Die Musik

Verspielt, kleinteilig, filigran. Die Abwesenheit von Bass und Schlagzeug ist bei Cara nicht der Rede wert. Zu virtuos und melodieverliebt zeigen sich Gudrun Walther (Geige, Akkordeon), Kim Edgar (Flügel), Hendrik Morgenbrodt (irischer Dudelsack, Flöten) und Jürgen Treyz (Gitarre) in ihrem kompakten Sound. Es konnte in manchen Momenten den Anschein erwecken, dass jeder der Musiker seinen eigenen Stiefel spielte. War auch so, jedoch immer in nahezu perfekter Harmonie abgestimmt zu dem Spiel der anderen Mitglieder. Die vielfältige Setlist bestehend aus Balladen, Storytelling-Songs und Instrumentalstücken machte den Liederabend zusätzlich bunt.

Das Publikum

Vor allem die beschwingten Nummern wie etwa „Lord Gregory“ oder „The House Carpenter“ brachten partytaugliche Stimmung wie im Original-Pub in das Lutterbeker und waren zum Klatschen im Takt geradezu prädestiniert. Gudrun Walther forderte gar auf: „Ihr könnt auch Tanzen, wenn ihr wollt.“ Soweit kam es trotz der guten Stimmung jedoch nicht.

Was in Erinnerung bleibt

Nicht nur einmal nahmen Cara ihr Publikum mit in eine alte Welt voller Geschichten. Sie erzählten in den Storytelling-Songs von einer Trickbetrügerin die Seeleute ausnahm, von bösen Schwiegermüttern und vergangener Liebe. Das Stilelement für die aktuelle politische Großwetterlage sprach jedoch für sich alleine. „Es ist ein Blues geworden“, so Gudrun Walther.

Fazit

Cara nahmen ihr Publikum mit auf die Reise durch ihre Songs und Bandgeschichte. Traditionelles traf Modernes und vermischte sich. Das brillante Spiel jedes Bandmitglieds war schon das Eintrittsgeld wert und die dadurch entstandene Stimmung erst recht. Noten und Melodien in denen Frieden liegt.

Hier sehen Sie Bilder von Cara im Lutterbeker.
Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nils Wülker habe viel mit Grooves und Synthesizern rumprobiert für sein neues Album „On“, erzählt der Trompeter im vollbesetzten Kulturforum. Dass die teils dennoch nicht eben innovativ klingenden Stücke live gewannen, war nicht zuletzt dem in Kiel geborenen Top-Gitarristen Arne Jansen zu verdanken.

Thomas Bunjes 08.02.2018

Leonard Bernstein wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden, ebenso wie Bernd Alois Zimmermann, Pionier der Nachkriegsavantgarde. Flensburgs GMD Peter Sommerer stellt die extrem divergierenden Musiksprachen dieser beiden Jubilare im Konzert der SH-Sinfoniker unmittelbar gegenüber.

08.02.2018

Eigentlich wollte er Comiczeichner werden. Der dänische Regisseur Kaspar Astrup Schröder porträtiert in „BIG Time“ (Kinostart am 8. Februar) seinen Landsmann, den Stararchitekten Bjarke Ingels. Der Film ist stylish wie Ingels’ silgern-gläserne Bauten.

08.02.2018
Anzeige