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Cara: Eine Welt voller Geschichten

Blitzkritik Cara: Eine Welt voller Geschichten

Die mehrfach preisgekrönte Irish Folk Band Cara tischte im vollen Lutterbeker anlässlich ihres 15-jährigen Bandjubiläums eine bunte Setlist auf, die mit nicht nur irischen Klängen durchweg zu gefallen wusste.

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Cara gaben ein Konzert im Lutterbeker.

Quelle: Björn Schaller

Der erste Eindruck

Lutterbek. Die typische, von Melancholie untersetzte, Fröhlichkeit des Irish Folk war schon beim Opener „There Will Be Fog“ dominierend und im Verlauf des Konzertes wiederkehrend.

Die Musik

Verspielt, kleinteilig, filigran. Die Abwesenheit von Bass und Schlagzeug ist bei Cara nicht der Rede wert. Zu virtuos und melodieverliebt zeigen sich Gudrun Walther (Geige, Akkordeon), Kim Edgar (Flügel), Hendrik Morgenbrodt (irischer Dudelsack, Flöten) und Jürgen Treyz (Gitarre) in ihrem kompakten Sound. Es konnte in manchen Momenten den Anschein erwecken, dass jeder der Musiker seinen eigenen Stiefel spielte. War auch so, jedoch immer in nahezu perfekter Harmonie abgestimmt zu dem Spiel der anderen Mitglieder. Die vielfältige Setlist bestehend aus Balladen, Storytelling-Songs und Instrumentalstücken machte den Liederabend zusätzlich bunt.

Das Publikum

Vor allem die beschwingten Nummern wie etwa „Lord Gregory“ oder „The House Carpenter“ brachten partytaugliche Stimmung wie im Original-Pub in das Lutterbeker und waren zum Klatschen im Takt geradezu prädestiniert. Gudrun Walther forderte gar auf: „Ihr könnt auch Tanzen, wenn ihr wollt.“ Soweit kam es trotz der guten Stimmung jedoch nicht.

Was in Erinnerung bleibt

Nicht nur einmal nahmen Cara ihr Publikum mit in eine alte Welt voller Geschichten. Sie erzählten in den Storytelling-Songs von einer Trickbetrügerin die Seeleute ausnahm, von bösen Schwiegermüttern und vergangener Liebe. Das Stilelement für die aktuelle politische Großwetterlage sprach jedoch für sich alleine. „Es ist ein Blues geworden“, so Gudrun Walther.

Fazit

Cara nahmen ihr Publikum mit auf die Reise durch ihre Songs und Bandgeschichte. Traditionelles traf Modernes und vermischte sich. Das brillante Spiel jedes Bandmitglieds war schon das Eintrittsgeld wert und die dadurch entstandene Stimmung erst recht. Noten und Melodien in denen Frieden liegt.

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Hier sehen Sie Bilder von Cara im Lutterbeker.

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