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09:37 26.07.2018
Von Thorben Bull
Ed Sheeran ließ die Herzen seiner Fans im Dauertakt höher schlagen.
Hamburg

330 Fans mussten mit Kreislaufproblemen behandelt werden.

 

Der erste Eindruck

Mit den Akkorden von „Castle On The Hill“ springt der Rotschopf auf die Bühne und hat die Trabrennbahn sofort für sich vereinnahmt. Anschließend gibt es erst einmal reichlich warme Worte: „Wenn Deutschland dich liebt, dann liebt es dich für immer“, sagt der nette Ed über seine Erfahrungen und erinnert sich gerne zurück an sein erstes Deutschland-Konzert überhaupt. Das war in der Hansestadt. Somit ist der ohrenbetäubende Jubel zu folgendem (aber auch abzusehendem) Statement nur logisch: „I love Hamburg!“

Die Musik

Von seinem Markenzeichen ohne Band zu spielen und sich selbst nur mit Gitarre und Loop-Station zu begleiten, weicht Sheeran nach wie vor nicht ab. So fehlt den Songs zwar Druck, aber ganz Gewiss nicht die unausweichliche Eingängigkeit. An dem 27-jährigen Briten ist einfach kein vorbeikommen. Die Setlist quillt über vor Hits: „Shape Of You“, „Thinking Out Loud“ und etliche weitere der Anfangserfolgszeit wie „The A Team.“ Lückenfüller? Absolute Fehlanzeige!

Das Publikum…

…ließ sich natürlich nicht eine Sekunde lang bitten. Beeindruckend und imposant waren die wippenden, klatschenden und schwenkenden Ozeane aus Armen und Händen. Ganz zu schweigen von den Handylichtern bei „Dancing In The Dark.“

Was in Erinnerung bleibt

Es bleibt einem die Tatsache im Gedächtnis, dass Sheeran es spielerisch leicht schaffte, auch vor einer Menschenmenge von 80.000 Besuchern eine intime Atmosphäre zu kreieren. Was wiederum wohl nur zu schaffen ist, wenn wirklich alle in einem Boot sitzen. Es ist wahrlich äußerst schwierig ein absolutes Highlight herauszupicken. Vielleicht war es „Fire.“ Den Song, den Sheeran eigens für die „Der Hobbit“-Filmreihe schrieb. Dem kompositorisch immens dichten Lied ging ein Intro-Cover des Show-Tune Klassikers „Feeling Good“ voraus. Ganz groß!

Fazit

Ed Sheeran ließ die Herzen seiner Fans im Dauertakt höher schlagen. Die Liebe ist nun einmal das Überthema der Pop-Welt und Sheeran der gute Freund, der einem in seinen Ohrwürmern die bittere Wahrheit über sie erzählt. Doch letztendlich glaubt man weiter an die Liebe. In einer Welt mit solch einem glücklich machenden Sänger ist das Gegenteil auch kaum vorstellbar. Nachzufragen bei 80.000 enthusiastischen jeden Song feiernden Gästen.

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