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Kultur Wilder Empfang mit Eskimo Callboy
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16:44 11.03.2018
Von Thorben Bull
Eskimo Callboy feierte im Max. Quelle: Michael Kaniecki
Kiel

Der erste Eindruck

Der Kontrast zwischen brachialem Metal und Trance (Markenzeichen des Sextetts) wurde schon beim überfallartigen Opener „The Scene“ überdeutlich. Die beiden Frontmänner Sebastian Biesler und Kevin Ratajczak gaben nach diesem wilden Empfang die weitere Marschrichtung vor: „Zusammen reißen wir die Hütte heute Abend hier ab!“

Die Musik

 Der opulente, breite und aufgeblähte Sound zog sich durch den Abend. Das typische Metal-Grundmuster wurde vehement in die Bretter gebolzt und von Trance und Techno Anleihen konterkariert. Hier stachen insbesondere die EDM-infizierten „My Own Summer“ und „Pitch Blease“ hervor. Neben Songs von der aktuellen Langrille „The Scene“, standen natürlich auch mehrere Stücke der Vorgängerplatten auf der Setlist.

Das Publikum…

…war vor allem im Bereich zwischen Bühne und dem Tonmischpult eine einzige hüpfende, Pogo tanzende und bierverspritzende Masse. Um sicherzugehen, dass das auch so bleibt, wurden Biesler und Ratajczak nicht müde immer wieder die Partylaune des Kieler Publikums abzufragen. Auf Publikumsnähe wurde ohnehin großer Wert gelegt. Die beiden Sänger verteilten zwischendurch Kinderriegel. Warum nicht?

Was in Erinnerung bleibt

Die Partywut zerrte bei einigen Gästen an den Kraftreserven. Die Sanitäter vor Ort waren gleich mehrere Male im Einsatz. Außerdem: Selbst als Biesler für „Cinema“ Feuerzeuge und sämtliche Handylichter forderte, wichen Eskimo Callboy nicht von ihrem gewitternden Sound ab.

Fazit

Nichts für Feingeister auf der Suche nach lyrischem Tiefgang. Die Songs wurden als Partygranaten geschrieben, funktionierten als solche und handelten oftmals auch inhaltlich vom Partyleben. Dem Publikum gefiel es und feierte mit der Band unermüdlich ab. So gesehen also ein rundum gelungenes Konzert.

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