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Kultur Laith Al-Deen in der Pumpe in Kiel
Nachrichten Kultur Laith Al-Deen in der Pumpe in Kiel
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08:00 30.07.2018
Von Thorben Bull
Laith Al-Deen und seine Band waren in Kiel ein eingespieltes Team.  Quelle: Michael Kaniecki
Kiel

Der erste Eindruck

Nach dem zweiten Song „Kleine Helden“ holte Al-Deen weit aus: „Bei der Akustik-Rutsche spielen wir immer viele alte Songs. Wenn ihr also einen von ihnen nicht kennen solltet, dann lasst euch nichts anmerken und baut eure Klimageräte und Ventilatoren auf. Ansonsten, öffnet eure Herzen, lasst euch hinreißen, habt Spaß.“ Es sollte sich im Laufe des Abends mehrmals wiederholen: Laith Al-Deen sorgte immer wieder für besondere Momente – in und außerhalb der Songs.

Die Musik

Umrahmt von seiner fünfköpfigen Band (allesamt sitzend) fühlte sich Laith Al-Deen sichtlich wohl. Die Songs waren mit Schlagzeug, Bass, zwei Gitarren und Keyboard angenehm voll im Sound ohne sich jemals in einem Klang-Matsch zu verlieren. Außerdem konnte Al-Deen seine warme Stimme zur Entfaltung zu bringen. Die Setlist beinhaltete – wie erwähnt – viele alte, nicht unbedingt durchweg bekannte Songs. Trotzdem fehlten die Hits nicht. Diesbezüglich hatte es mit „Bilder Von Dir“, „Jetzt, Hier, Immer“ und „Ich Will Nur Wissen“ vor allem die Zugabe in sich.

Das Publikum…

…tat wie geheißen und ließ sich von Laith Al-Deen hinreißen. Mehrmals unterstützte es Künstler und Band mit lautem wie leisem Chor, lachte viel zu Al-Deens Moderationen und kam nach den Songs kaum noch aus Applaus und Jubel heraus.

Was in Erinnerung bleibt

In Laith Al-Deens Texten stehen Gefühle und die Menschlichkeit im Vordergrund. Der gebürtige Karlsruher lebt das auch vor. Mitten im Konzert bahnte er sich seinen Weg durch die erheiterte Menge und holte Bier für seine Band.

Fazit

Ein intimer Konzertabend in entspannter Atmosphäre mit einem sympathischen Sänger und stilsicherer Band, die sich ihre musikalischen Ausflüge (spanisch angehaucht bei „Worauf Wartest Du“, EDM-Imitation bei „Du Fehlst“) herausnahm. Die dennoch zumeist sanften Lieder mögen so manche seelische Wunde geheilt haben. Die glücklich-zufriedenen Gesichter im Saal haben es verraten.

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