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Leoniden rocken die Schaubude

Blitzkritik Leoniden rocken die Schaubude

Rund 90 Konzerte hat die Kieler Indie-Band Leoniden in diesem Jahr bereits auf dem Kerbholz. Doch auch am Sonnabend war in der (am zweiten Tag nacheinander) restlos ausverkauften Schaubude wieder Vollgas angesagt. Etwas anderes käme ohnehin gar nicht infrage.

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Die Kieler Indie-Rockband Leoniden waren am Sonnabend in der Schaubude.

Quelle: Manuel Weber

Der erste Eindruck

Kiel. Das zweite Heimspiel wollte die Band selbstredend auch gewinnen und belegte diese Ambition sofort mit gewohnt vollem Körpereinsatz. Logisch, dass das Publikum sofort abgeholt wurde.

Die Musik

Die Kieler denken den Indie-Rock der 2000er-Jahre weiter. Noch facettenreicher und noch tanzbarer. Wer zwischen den Zeilen liest, entdeckt Anspielungen und Hinweise auf die musikalische Sozialisation der Band. Und dennoch, der Hunger einen eigenen Stil zu prägen liegt, angesichts der feingliedrigen, verspielten und zuweilen auch wuchtig anpreschenden Songs, auf der Hand.

Das Publikum

Textsicher und tanzsüchtig drehte es zusammen mit der Band, insbesondere zu den Refrains, mehrere Male völlig durch. Jubel hier, Glücksschreie da, Applaus überall. Die jungen Indie-Herzen schlugen nicht nur einmal höher.

Was in Erinnerung bleibt

"Morgen gibt es mal kein Konzert", kündigte Sänger Jakob Amr augenzwinkernd an. Etwa eine Müdigkeitserscheinung? Auch der hellste Sternschnuppenstrom erreicht einmal sein Aktivitätsmaximum. Aber nur, um im nächsten Jahr wieder umso heller zu leuchten. Und sonst? Mit "Overload" gab es ein Cover der ehemaligen britischen Pop-Girlgroup Sugababes. Kann man ja auch mal machen.

Fazit

Die Leidenschaft war dem Quintett trotz des zurückliegenden Marathon-Jahres in jeder Bewegung und Note anzusehen. Dadurch kam schon mit dem Opener "Storm" eine enorme Energie zwischen Publikum und Band zustande. Leoniden spielten das Konzert nicht für ihre Fans, sondern mit ihren Fans.

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