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Kultur Mädchenschwarm Gil Ofarim im Max in Kiel
Nachrichten Kultur Mädchenschwarm Gil Ofarim im Max in Kiel
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10:44 11.02.2018
Von Thomas Richter
Gil Ofarim begeisterte (nicht nur) die weiblichen Fans. Quelle: Manuel Weber

Das Programm

Knackiger Rock mit großer Geste und unterfüttert mit Folk der kernigeren Sorte hieß die große Überschrift, unter die der 36-Jährige und seine sehr druckvoll aufspielenden Band diese Werkschau stellten. Das Set bescherte Neuinterpretationen älterer Songs wie "The Reason", das er einst im Münchener Olympiastadion als Support von Bon Jovi zum Besten gab, das süffige "U Don't Belong 2 Me", oder das in die Pop-Ballade hinein schnuppernde "Still me". Aber auch die Resultate der beiden weiteren Bandprojekte des Sängers waren zu hören. Etwa Change der Truppe Zoo Army, das wegen seines zwingenden Beats, der prominenten Riffs und pulsierenden bis schreienden Gitarren-Soli gar an AC/DC denken lässt, sowie das auf deutsch gesungen "Stell dir vor" der Formation Acht. Zwischendurch "Man In The Mirror", ein zumindest konsequent umgestaltetes Michael Jackson Cover. Aber im Gegensatz zum sonstigen Programm mag Ofarims rauchig-prägnanten Stimme zu diesem Klassiker des King of Pop nicht richtig passen. Anders dagegen die Neukomposition "Don't Stop Trying", ein veritabler Kraftprotz von Song, den man, wen man mag, als so etwas wie das ganz persönliche Credo des Musikers werten mag. Einige der Lieder des Abends finden sich auf der aktuellen EP „20 Years #1/4“, der ersten Veröffentlichung des am Ende vierteiligen musikalischen Werkes „20 Years“, mit dem der Sohn von Abi Ofarim sein großes Jubiläum feiert.

Das Publikum                                                                                                                                      

Seit seinem Karrierestart als Protagonist in einer Foto-Love-Story der Jugendzeitschrift „Bravo“ ist Gil Ofarim ein Mädchenschwarm. Und auch sein Sieg bei der Show „Let's dance“  machte ihn für weite Teile der Damenwelt sicher nicht unattraktiver. Deswegen, und weil manche Begeisterungsbekundungen an diesem Abend doch in ziemlich hoher Tonlage zu vernehmen waren, möchte man einen etwas höheren Anteil weiblicher Fans attestieren. Die Stimmung war aber insgesamt hervorragend. Und ein stets authentisch und sehr sympathisch wirkender Gil Ofarim wusste diesen Publikumszuspruch durchaus zu schätzen.                                                                                          

Was in Erinnerung bleibt

Ist ja an sich schon erstaunlich, wenn man mit 36 Jahren auf 20 Jahre Showgeschäft zurückblickt. Das Interessante an diesem Live-Act war aber die Art und Weise, mit der Ofarim und Band quicklebendig, mit enorm viel Wumms und unbändiger Spielfreude die überwiegend älteren Songs entstaubten.

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