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Makina lieferte soliden Pogo-Punkrock

Blitz-Kritik Makina lieferte soliden Pogo-Punkrock

Türkischsprachiger Punkrock ist zwar nicht en vogue, dafür aber laut, fordernd, ungeschliffen und - im Falle der Band Makina - inhaltlich politisch. Mit diesen Attributen brachten die Kieler am späten Freitagabend die gut besuchte Schaubude in (Pogo-) Wallung.

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Makina feierte mit dem Schaubuden-Publikum.

Quelle: Kaniecki, Michael

Kiel. Der erste Eindruck

Auf dem nur von der Gitarre begleiteten Opener „Makine“ folgte der Kracher „Song 13“, der sofort die Pogo-Welle vor der Bühne munter hin und her schwappen ließ. Zudem konnte es ein eingefleischtes Grüppchen vor der Bühne gar nicht abwarten, die Texte zusammen mit Sänger Murat ins Mikro zu brüllen. Somit war sofort ordentlich Pfeffer drin.

Die Musik

Trockener Punkrock, der weitestgehend auf Intros verzichtete und stattdessen sofort ins Tempo ging. Dazu kratzige Gitarrenriffs und ein treibender Bass. Obendrein sehr charismatisch: Die kräftige Stimme von Sänger Murat. Allerdings nahmen die Songs, trotz aller Rohheit und Wucht, auch oft ähnliche Strukturen an.

Das Publikum…

…war in drei Gruppen einzuteilen. Die schon erwähnten Eingefleischten im Pogo-Exzess, die Tanzenden und die - es gibt sie auf allen Konzerten - Bierumklammerer. In der Enge der Schaubude war auch dieses Mal die Nähe zwischen Band und Publikum wieder Trumpf.

Was in Erinnerung bleibt

Das Punkrockcredo „Alles kann, nichts muss“ bedienen auch Makina. Die Setlist ist bunt. Mal spielen sie einen sechs Jahre alten Song, dann einen neuen. „Das Video zum Song Istanbul zu drehen hat sieben Jahre gedauert“, witzelt Murat. Die Songs zu spielen nur rund zwei Minuten pro Stück.

Fazit

Solides Punkrockkonzert in üblicher Schaubuden-Manier. Dass die Songs einerseits stets im hohen Tempo ihre Ellbogen ausfuhren war zwar dem Pogo zuträglich, doch andererseits wäre mehr Abwechslung der Schlüssel für noch mehr Gehör. Vor allem angesichts der politisch motivierten Texte.

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