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Kultur Glückshormone für Künstler und Publikum
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08:37 22.06.2018
Von Thorben Bull
Das Publikum lässt sich von Marteria nur allzu gerne animieren. Quelle: Manuel Weber
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Kiel

 

Der erste Eindruck

„Ich konnte es kaum erwarten eure Hände zu bewegen“, ruft er in den Saal und rappt im Opener „Roswell“ wie lebendig er sich fühlt. Sämtliche Glückshormone schießen durch Künstler und Publikum. Erst recht während der Hook des folgenden „Aliens“. Zwei Songs und schon scheint die Stimmung auf dem Höhepunkt zu sein.

Die Musik

Der von großem Ideenreichtum gespeiste Sound der achtköpfigen Entourage fegt über die Köpfe hinweg. Brachiale Basslines, Tempo-Verschärfungen, Synthies und übersteuerte Beat-Auswüchse sowie typische Kopfnicker-Beats lassen es krachen. Mal mit Pop, mal mit Rock, dann wieder im minimalistischen Underground-Style. Bei Marteria und Band wird Hip-Hop zum Spektakel.

Das Publikum…

…feiert jeden Song ekstatisch mit, lässt sich von Marteria nur allzu gerne animieren. Bald sind sämtliche Arm-Choreographien ausgeschöpft. Also fordert er zu „Neue Nikes“ alle Schuhe. Marteria hat den Saal für sich komplett vereinnahmt. Da wippen sogar die Bardamen mit.

Was in Erinnerung bleibt

Der Ex-Schauspielschüler spielt mittlerweile durchschnittlich eher vor 3000 Leuten als vor ein paar hundert. „Ist ewig hier, dass ich hier gespielt habe“, sagt er auf dem Gipfel seiner Karriere. Da weiß jemand den Erfolg zu schätzen. Ohnehin nimmt man dem gebürtigen Rostocker seine nahbare Art voll und ganz ab.

Fazit

Marteria hat das letzte Wort, dem nichts mehr hinzuzufügen ist: „Kiel, ihr seid der Wahnsinn!“

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