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Kultur Nils Wülker: Jazz in junger Tradition
Nachrichten Kultur Nils Wülker: Jazz in junger Tradition
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07:15 08.02.2018
Von Thomas Bunjes
Nils Wülker musizierte im Kulturforum genauso klar wie raffiniert. Quelle: mwe: Manuel Weber

Der erste Eindruck

Das Quintett aus Nils Wülker (Trompete, Flügelhorn), Arne Jansen (Gitarre), Maik Schott (Keyboards), Edward Mclean (Bass) und Simon Gattringer (Schlagzeug) braucht ein klein wenig, um richtig rund zu laufen. Auf Betriebstemperatur sind sie jedoch gleich, starten mit zwei der neuen Stücke ins Set: dem verschleppten Jazz-Funk von „Circles“ und dem ebenfalls funky groovenden West-Coast-Jazz von „You Cannot Imagine“.

Das Programm

Das neue Album steht wie gesagt im Zentrum, den Opener „Trust“ spielen sie auch noch, „Wanderlust“ und „Conquering The Useless“. Ältere Stücke wie  „Safely Falling“ vom gleichnamigen 2007er-Album, das gut fünf Jahre alte „Today‘s Gravity“ oder das noch recht junge „Dawn“ fügen sich bruchlos ein ins Set, weil Wülker sie teils stilistisch frisch justiert hat.

Das Publikum

Zumeist schwer begeistert vom Dargebotenen. Wippt hier und dort dezent zu den ansteckenden Funk-Grooves, berauscht sich mit wenigen Ausnahmen an den heftig rockigen Ausbrüchen, für die vor allem Gitarrist Arne Jansen verantwortlich zeichnet oder lauscht teils mit geschlossenen Augen sich sacht wiegend den blauen Balladen.

Was in Erinnerung bleibt

Die eloquenten, energetischen, exquisiten Dialoge von Wülkers Trompete und Jansens Gitarre und die oft inspirierten improvisierten Soli, die mitunter gleich die ganze Band abseits der Grundidee des Stücks auf spannende Exkursionen führten.

Fazit

Trotz eines nicht eben innovativen Gemischs aus schwerpunktmäßig 70er-Westcoast-Jazz-Funk und 90er-Hip-Jazz ein kurzweiliges Konzert mit einigen sehr starken Momenten.

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