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Kultur Unzucht in der Kieler Pumpe
Nachrichten Kultur Unzucht in der Kieler Pumpe
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10:00 23.12.2017
Von Thorben Bull
Unzucht konnten die Fans in Kiel begeistern. Quelle: Björn Schaller

Der erste Eindruck

Den Bandnamen könnte man schon als provokativ empfinden. Doch im Auftreten des düster rockenden Vierers spielte dieser Aspekt keine Rolle. Vielmehr scharten Unzucht bereits mit dem Opener „Widerstand“ ihre durchweg dunkel gekleideten Jünger um sich und entfachten sofort ein Gemeinschaftsgefühl.

Die Musik

Obwohl sich Unzucht irgendwo zwischen Metal und Dark Rock einpendeln – so richtig kompromisslos und knüppelhart wurde es selten. Das lag zum einem an der für das Genre ungewöhnlich warm-sanften Stimme von Sänger Daniel Schulz und zum anderen an den zumeist hymnisch bis sphärischen Refrains von Armeschwenkern wie „Der letzte Tanz“ oder „Hinter Glas.“

Das Publikum…

…teilte sich in zwei Lager auf. Vorne an der Bühne stand eine große Traube, die sich vor allem von Daniel Schulz immer wieder aufs Neue anstacheln ließ und die Band abfeierte. Dann gab es noch die Genießer weiter hinten, die An-der-Bar-Steher und diejenigen, die das Raucher-Séparée auch während des Konzerts reichlich frequentierten. Insgesamt aber eine überwiegend feierlaunige Stimmung.

Was in Erinnerung bleibt

Insbesondere durch die Publikumsnähe von Daniel Schulz (ließ sich das Crowdsurfing nicht nehmen) merkte man den Musikern die Freude an ihrer ersten Headliner Tour an. Und das betonte Schulz auch. Im Kontrast dazu standen die wiederkehrenden düsteren Themen der Songs wie Tod, Verlust und Einsamkeit.

Fazit

Ein durchgängig solides Konzert, das die Gäste durch alle Höhen und Tiefen mitnahm. Beide Seiten, Band und Fans gaben sich nahbar und wirkten vertraut miteinander. Genau so sollte es doch auf jedem Konzert sein.

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