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Kultur Seelenvoller Auftakt auf der NDR-Bühne
Nachrichten Kultur Seelenvoller Auftakt auf der NDR-Bühne
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13:39 16.06.2018
Von Kai-Peter Boysen
Zak Abel trat bei der Kieler Woche 2018 auf. Quelle: KAI-PETER BOYSEN
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Kiel

Der erste Eindruck

Der Junge kann singen. Schon im ersten Song „Still Want UUU“ merkt man, dass die kratzige soulige Wärme der Stimme des Briten nicht das Ergebnis einer Studiomauschelei ist, sondern dass Zak Abel aus tiefstem Herzen interpretiert.

Die Musik

Soul, Funk, R’n‘B und Pop, mal mehr, mal weniger elektronisch aufgeladen und häufig in afrikanischen und karibischen Vibes schwingend, sind die Kernkompetenz des 23-jährigen Briten. Im letzten Jahr erschien nach diversen Singles und zwei EPs sein Debütalbum „Only When We’re Naked“. In Kiel steht ihm für einen organischen Live-Sound eine dreiköpfige Band zur Seite. „Hands Up, Kiel!“ fordert er das Publikum auf und tänzelt locker-lässig Richtung Bühnenrand. Bei eingängigen Songs wie „Beautiful Life“ oder der aktuellen Single „Love Song“ mit den dominanten Synthie-Beats fällt das Mitklatschen nicht schwer. Für „All I Ever Say Is Goodbye“ greift er zur Akustikgitarre, für „Deserve To Be Loved“ („My Favourite Song“) in die Keyboardtasten.  Sehr funky wird’s bei „Say Sumthin“; hier lebt er seine heiser-soulige Stimme, um die ihn sicher einige ältere Semester beneiden, voll aus.

Das Publikum

Überwiegend Jung, weiblich und noch überschaubar. Geschätzte 200 Fans tummeln sich im vorderen Bereich, ein paar wippen weiter hinten mit zu den durchweg tanzbaren Klängen des Newcomers. Doch es gibt sie natürlich; die Fans in der ersten Reihe, die alle Texte mitsingen können und dem smarten Boy ein „I Love You“ zurufen. „I Love You Too“ gibt der lächelnd zurück und setzt sich an den Bühnenrand, um ganz nah bei denjenigen zu sein, die geholfen haben, das seine Songs es auf 70 Millionen Streams bei Spotify gebracht haben.

Was in Erinnerung bleibt

Eine souveräne Performance und das Gefühl, dass es dem 23-Jährigen trotz ausbaufähiger Fanschar Spaß gemacht in Kiel.

Fazit

In England ist er schon eine große Nummer mit Chartplatzierungen, hierzulande muss er sich noch in viele Herzen singen. Das Talent und die Stimme dazu hat er.

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