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Kultur Blues und hartes Brett am Lagerfeuer
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08:12 21.07.2018
Von Jörg Meyer
„Meine Heimat ist da, wo ich bin.“, bekennt JPson beim 10. Bootshafensommer in Kiel. Quelle: Michael Kaniecki
Kiel

Rob Longstaffs Songs entstehen auf und berichten von der ständigen Wanderschaft. Mit zerschlissener Gitarre und Jeans, barfuß nicht auf der Wasserbühne, sondern ganz nah am Publikum mutet er wie einer der trampenden Gitarreros der Sixties an, Songs unbedingt handgemacht, wenn auch auf USB-Stick direkt bei ihm erwerbbar. Robs bluesige Songs sind so „schwarz“ gesungen und so „jazzy“ gescattet, wenn er Trompeten- und Posaunen-Soli imitiert, dass man den digitalen Stick gern mitten ins immer noch analog liebende Herz „pluggt“. Lagerfeuer am städtischen Strand ...
Die Liebeslieder von Dieter Jackson zünden in solcher Glut steile Punkrock-Raketen. Das gewöhnlich recht eindimensionale Punk-Idiom bereichern die Kieler mit melodisch-eingängigen Riffs. Die fetten Gitarrenflächen werden durch nicht minder prominent hardrockende Staccati ersetzt, denn das Trio ist „Heading For Underground“.
JPson, ebenfalls musikalischer Weltenbummler, bekennt: „Meine Heimat ist da, wo ich bin.“ „It’s not easy“, titelt gleichwohl ein Song über Distanzbeziehungen des ewig Suchenden und Reisenden. Die Nacht dämmert schon, wenn die Berliner Riders Connection den Abend mit charmantem Reggae-Beatboxing beschließt.

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