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Kultur Fritz Lang und der Zeitgeist
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06:00 08.11.2018
Von Jörg Meyer
Der österreichisch-amerikanische Regisseur, Schriftsteller und Filmproduzent Fritz Lang. Quelle: dpa
Kiel

Zunächst konzentriert sich Pabst auf Langs frühe Filme, bis der vor den Nazis nach Hollywood emigrieren musste. Langs „amerikanische“ Filme sind für den Herbst 2019 aber auch schon programmiert. In Fritz Lang sieht Pabst einen Regisseur, der „immer wieder die großen Brüche bewältigte“, zwischen Stumm- und Tonfilm genauso wie die politischen von der Weimarer Republik bis zum Nationalsozialismus, der Lang für sich vereinnahmen wollte, und ins Exil. In allen Filmgenres, in denen sich Lang tummelte, habe er „Zeichen gesetzt“, sagt Pabst, habe stets ein „Gespür gehabt für das Nervöse seiner Zeit und eine Antenne fürs jeweils Zeitgeistige“.

Rasende Moderne

Die scheint immer noch empfänglich, weil „die rasende Moderne“, auf die Lang einst reagierte, im Zeitalter von Digitalisierung und Globalisierung nicht minder geschwind ist. Parallelen zu heute gebe es „jede Menge“: Von der Dystopie Metropolis (1927), die den Totalitarismus der Nazis (und auch des Stalinismus) bereits vorausahnte, bis hin zu M – eine Stadt sucht einen Mörder (1931).

Eckpunkte der Retrospektive

Beide Filme bilden die Eckpunkte der Retrospektive. Mit Metropolis in der 2010 restaurierten und um 30 Minuten wiederentdeckten Filmmaterials ergänzten Fassung startet sie heute, 20 Uhr. M bildet den Abschluss am 4. Februar.

Weiter im Lang-Programm: Kämpfende Herzen, Stummfilm von 1921 mit Willem Strank am Klavier (14. Dezember) und jeweils mit Werner Loll als Soundtracker die Stummfilme Spione (10. Januar) und Frau im Mond (13. Januar).

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