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So wird das Popjahr 2018

Ausblick auf das Kulturjahr 2018 So wird das Popjahr 2018

Die besten Filme, die spannendsten Ausstellungen und die lohnendsten Konzerte: Wir blicken auf die Höhepunkte des Kulturjahres 2018. In dieser Folge geht es um U2, die Foo Fighters und das Hurricane Festival – irgendwo zwischen Superrock und Statementpop. Danach geht es weiter mit den Sachbuch-Highlights.

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U2 singen im Berliner Untergrund. Sie gehen 2018 auf Tour.

Quelle: obs

Berlin. Wie beweist man als Künstler Volksnähe und kontert Vorwürfen, unverschämt reiche, abgehobene Eliterocker zu sein? Man fährt mit seinen Fans zusammen U-Bahn. Am besten in der Linie U2, wenn man U2 heißt. Das bringt gute Presse, wie Sänger Bono und Gitarrist The Edge erlebten, als sie Anfang Dezember in Berlin ihr neues Album „Songs of Experience“ in der U2 bewarben.

In der zweiten Jahreshälfte 2018 werden die Superrocker, die durch die Enthüllungen der Paradise Papers erneut als Steueroptimierer ins Gerede geraten sind, voraussichtlich auf Europatournee gehen. Ein Event ist garantiert, das weiß man von der zum Gigantismus neigenden Gruppe. Fans können sich bereits jetzt für einen exklusiven Vorverkauf registrieren. Ihre Experience + Innocence Tour führt die Iren zunächst durch die USA; 24 Hallenshows im Mai und Juni sind schon terminiert.

Pearl Jam geben 2018 ein einziges Deutschlandkonzert in Berlin

U2 gelten nicht nur als einfühlsame Songschreiber und clevere Geschäftsleute, sondern auch als eine der besten Livebands der Welt. Das trifft auch auf Pearl Jam zu, die letzten Mohikaner des Seattle-Sounds. Die Amerikaner geben am 5. Juli ein einziges Deutschlandkonzert in der Berliner Waldbühne. Dies war genauso schnell ausverkauft wie die beiden Shows, die die Elektro-Popper Depeche Mode dort Ende Juli zum Abschluss ihrer Riesenrunde um die Welt spielen. Die einstige Mauerstadt hat den düsteren Sound der englischen Band geprägt. Von den Einstürzenden Neubauten inspiriert nahm sie in den Hansa Studios, die damals direkt am Todesstreifen lagen, ihre Alben „Some Great Reward“ und „Black Celebration“ auf.

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Auch Dave Grohl ist ein Superrocker. Er wirkt ganz anders als der traurige Kurt Cobain, mit dem er einst bei Nirvana vom Punk zum Popstar wurde. Grohl hat nichts gegen Kunst – und Kommerz. Die Tickets kosten stolze 101,15 Euro, wenn er mit seiner Nach-Nirvana-Band, den Foo Fighters, am 10. Juni auf der Trabrennbahn Bahrenfeld in Hamburg auftritt. Die Foo Fighters sind zudem gemeinsam mit Muse, 30 Seconds To Mars und Gorillaz die Headliner bei Rock am Ring vom 1. bis 3. Juni auf dem Nürburgring.

Wer es lieber Indie mag: Der Diskopunk James Murphy gastiert mit seinem LCD Soundsystem am 30. Mai im Berliner Tempodrom. Sein Comeback-Album „American Dream“ zählt zu den Alben des Jahres 2017. Auch Arcade Fire, Pop-Erneuerer aus Kanada, geben nur eine Soloshow in Deutschland, am 18. April in Frankfurt. Darüber hinaus sind sie nur noch beim Hurricane Festival im niedersächsischen Scheeßel vom 22. bis 24. Juni und der Schwester-Veranstaltung Southside Festival zu sehen.

Gerüchte über neues Rammstein-Album

Neue Alben: Angeblich soll 2018 das lang erwartete neue Rammstein-Album erscheinen; es muss eine schwierige Geburt sein, denn zuletzt veröffentlichten die Superhelden des Sinistren aus Berlin 2008 neue Songs. Von den wenigen Veröffentlichungen, die bereits feststehen, hier zwei sehr interessante, weil Statements zur aktuellen politischen Lage zu erwarten sind. Man darf gespannt sein, was die meinungsfreudigen Manic Street Preachers aus Wales auf „Resistance Is Futile“ zu Brexit, dem amerikanischen Ego-Präsidenten Donald Trump, Abschottung und Fremdenfeindlichkeit zu sagen haben. Sie selbst beschreiben den Sound ihres 13. Studioalbums als „Breitwandmelancholie“. Ist Widerstand tatsächlich zwecklos? Sicher nicht, meinen auch die tanzfreudigen Synthie-Popper MGMT aus den USA. Mit „Little Dark Age“ haben sie bereits die erste Single ihres gleichnamigen neues Albums veröffentlicht. Wenn sie „Bring a Stone, all the Rage“ singen, scheinen sie wie auch die Manics die giftige Gleichgültigkeit mancher Menschen anzuprangern.

Von Mathias Begalke/RND

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