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Kultur Puccinis Turandot als opulentes Märchen
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14:44 16.07.2017
Von Dr. Christian Strehk
Big Mother is watching you: Calaf (Dario Prola, vorn), der Kaiser und das Volk erwarten die Rätsel-Befragung durch Prinzessin Turandot. Quelle: Olaf Struck
Kiel

Prächtig und dabei kein bisschen kitschig wirken in Norbert Ziermanns weißen Bühnentempeln die tollen fernöstlichen Kostüme von Claudia Spielmann. Generalintendant Daniel Karasek lässt darin eine texttreu deutliche und dezent stilisierte Märcheninszenierung ablaufen, die von den Tänzern Marina Kadyrkulova und Alexey Irmatov belebt wird.

Generalmusikdirektor Georg Fritzsch badete mit den Philharmonikern und den bestens disponierten Chören genüsslich im reichen Klangstrom Puccinis. Und er hat ein hervorragendes Sängerensemble an der Hand. Souverän meistert die finnische Hochdramatische Kirsi Tiihonen die trompetenhaften Höhenflüge und vokalen Verwindungen der gefürchteten Titelpartie. Auch die Ängste der scheinbar so ungerührten Herrscherin schimmern bei ihr durch.

Eindrucksvolle Akzente können auch die ausgesprochen schön und bewegend singende Agnieszka Hauzer als unglückselige Liu, der chinesische Gast Sihao Hu als Kanzler Ping und der Tenor Dario Prola als Calaf setzen.

Von Christian Strehk

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