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Glücklich erfüllter Anforderungskatalog

Jugend musiziert regional Glücklich erfüllter Anforderungskatalog

Gibt es nicht das Gerücht, der seit Jahrzehnten ausgetragene Wettbewerb „Jugend musiziert“ setze Kinder und Jugendliche allzu sehr unter Druck? So „cool“ wie die Pianistin Caroline Beckmann und die Geigerin Fiene Dettenborn den Soundcheck absolvieren, können sie damit nicht gemeint sein.

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Fiene Dettenborn (Violine) und Caroline Beckmann (Klavier) musizierten so hellhörig miteinander, dass ihnen die "Jugend musiziert"-Jury maximale 25 Punkte zusprach.

Quelle: Björn Schaller

Kiel. Nachdem der Geigenlehrer, Kiels Philharmonischer Konzertmeister Catalin Mugur, noch schnell ein paar Tipps gegeben, der Bösendorfer-Flügel doch wieder nur halb geöffnet wird und die vierköpfige Jury (Pianistin Katharina Krieger, Geiger Benjamin Schalhorn, Cellist Wolfgang Möller und Pianistin Mira Pogoda) links vor der Aula-Bühne im Ernst-Barlach-Gymnasium Platz genommen hat, steigt die Spannung spürbar noch einmal an.

Aber im Wertungsspiel des „Duo: Klavier und ein Streichinstrument“ gibt es kein nervöses Zucken, keine Pannen, kein panisches Übersteuern. Carline Beckmann und Fine Dettenborn begeistern in der höheren Altersgruppe V, wo Instrumentalisten der Jahrgänge 2000 und 2001 schon typisches Konzertrepertoire aufzubieten haben, mit gut abgestimmter Kammermusikkunst. Und sie ernten von der Jury später maximale 25 Punkte! Das bedeutet Weiterleitung zum Landeswettbewerb nach Elmshorn - und kann sogar beim Abitur einfließen.

Lohn für ihr gegenseitig hellhöriges Spielgefühl, das Kante in Brittens Suiten-Walzer, Aura in Prokofjews Melodie-Andante und packende Dramatik im Appassionato-Eröffnungssatz in Griegs berühmter Violinsonate zeigte.

Was will die Jury hören? „Künstlerische Gestaltung, Tonqualität, Spieltechnik, Texttreue, stilistisches Verständnis und Qualität des gemeinsamen Musizierens“, lautet der Anforderungskatalog – all das im Verhältnis zum jeweils altersbedingt Erreichbaren.

Die regionalen Ergebnisse finden Sie hier:

 

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Ein Artikel von
Dr. Christian Strehk
Kulturredaktion

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