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Kultur Filmemacher Fatih Akin: "Mit Geduld erreicht man alles"
Nachrichten Kultur Filmemacher Fatih Akin: "Mit Geduld erreicht man alles"
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11:46 29.09.2012
Nominiert für den «Art Cinema Award»: Fatih Akin. Quelle: F. von Erichsen/Archiv

Einen Computer anschließen oder eine App runterladen - das geht bei mir gar nicht", sagte Akin, der von 2007 bis 2012 in der Türkei an der Umweltdoku arbeitete, am Freitagabend in Hamburg. "Aber mit Geduld erreicht man alles. Also: Geduld, Geduld, Geduld", rief der Autor, Regisseur und Produzent bei der Deutschlandpremiere ins Publikum. Vor rund 350 applaudierenden Besuchern im voll besetzten Cinemaxx lief seine Dokumentation auf dem bis 6. Oktober andauernden Filmfest Hamburg. Am 6. Dezember kommt sie in die Kinos.

In eindrucksvollen, erschreckenden, aber auch ästhetischen Bildern begleitet der Hamburger Akin, Sohn türkischer Einwanderer, die Inbetriebnahme einer Mülldeponie im Dorf Camburnu an der idyllischen nordtürkischen Schwarzmeerküste Aus Camburnu stammte sein Großvater. Die Folgen der Anlage erscheinen verheerend - ihr Gestank verpestet die Luft, Abwässer sickern in die von Teeplantagen überzogenen Hügel und ins Meer. Vor allem lernt der Zuschauer aber auch die Menschen der Region kennen, die sich oft leidenschaftlich gegen die behördlich angeordnete Maßnahme wehren. "Ich hoffe, dass der Film etwas bewirken kann - ob in Fukushima oder am Golf von Mexiko", sagte Akin im Anschluss an die Vorführung. "Der Müll im Garten Eden" wurde bereits im Frühjahr in Cannes gezeigt und ist für den "Art Cinema Award" nominiert.

dpa

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