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Kultur Blicke auf Kiel und Kenia
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18:18 07.03.2019
Von Ruth Bender
Drehen in Kenia: (v.li.) Filmemacher Helmut Schulzeck mit Dolmetscher Simonis und Kameramann Hans Albrecht Lusznat. Quelle: Helmut Schulzeck
Kiel

20 Filme stehen bis 18. April unter dem Motto "Heimat und Beharrlichkeit" auf dem Programm. Vom Kurzfilm "Ich und mein Schlot", mit dem Schulzecks Filmemacher-Laufbahn 1983 Fuß fasste, bis zu "Mutanga", dem dritten Teil seiner Kenia-Trilogie. „Heimat stimmt“, sagt Schulzeck über den Titel, den Kinoleiter Eckhard Pabst über das Programm gesetzt hat. „Und beharrlich stimmt auch: Wenn ich etwas vorhabe, lasse ich mich nur schwer davon abbringen.“

Auf den Spuren der Verwandtschaft in Kenia

Schulzeck gründelt gern in der eigenen Umgebung - oder gleich mitten in der eigenen Familie. Mit "Ich bin kein wildes Mädchen mehr" (1999) und "Wiedersehen mit Nidden" (1997) hat der in Nortorf Aufgewachsene seine Mutter porträtiert und die ostpreußische Familiengeschichte aufgegriffen. In "Du bist mein Afrika" und "Meine ferne Familie" kommt er der angeheirateten Verwandtschaft in Kenia auf die Spur – und den Klüften zwischen den Mentalitäten.

Bloß nichts für die Kamera inszenieren

„Da ist gleich eine Nähe, die Menschen, die ich beobachte, haben Vertrauen“, erklärt Helmut Schulzeck, der über seinen ehemaligen Lehrer und Dokumentarfilmer Kurt Denzer zum Drehen kam, seinen Zugang, „und ich muss nichts für die Kamera inszenieren.“ Von Dokumentarfilmen nach Drehbuch hält er sowieso nichts; in die Situation einzugreifen, ist nicht sein Ding: „Da geht doch jede Authentizität verloren.“ Lieber lässt er sich beim Scheiden von einer schlitzohrigen Bemerkung von Schwiegervater „Papa Wangechi“ überraschen oder dem Bild, auf dem die Familie gebannt wie vor dem Fernseher vor der brandneuen Waschmaschine sitzt.

Der Film entsteht erst im Schneideprozess

Die digitale Technik, die das Filmen längst billiger und einfacher macht, kommt seiner Art des Filmemachens entgegen. Da kann die Kamera auch einfach mit dem Leben mitlaufen - ihre Form erhalten die Filme erst beim Schneiden. "Einen Plan habe ich schon", schmunzelt Schulzeck, "aber der wird eben oft von der Realität überholt."

Werkschau bis 18. April im Kino in der Pumpe. Eröffnung mit „Mutanga“, Sa 9. März, 20.30 Uhr, Kino in der Pumpe. Programm unter: www.schulzeck.agdok.de

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