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Kultur Ein Film, der mächtig jazzt: „It must schwing!“
Nachrichten Kultur Ein Film, der mächtig jazzt: „It must schwing!“
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00:17 08.09.2018
Fühlte sich bei Blue Note wie Zuhause: Der Jazzmusiker Herbie Hancock erzählt in „It must Schwing“ über ein Musizieren ohne Rassendiskriminierung. Quelle: Foto: NDR
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Hannover

Blue Notes nennt man die Töne, die den Blues ausmachen. Danach benannten die in Berlin geborenen Alfred Lion und Frank „Francis“ Wolff ihr 1939 gegründetes Plattenlabel. Aus „Blue Note Records“ wurde eine der berühmtesten Jazzetiketten der Welt.

Wolff und Lion hatten das Gespür für neue, aufregende Klänge

Anfänglich machte man Boogie-Woogie-Aufnahmen, bald aber zählte Blue Note zur Speerspitze der Bewegung, war das Hauslabel des „Hard Bop“. Aufgenommen wurde zumeist in den frühen Morgenstunden, nachdem die Musiker in den Klubs der Stadt ihre Brötchen verdient hatten.

Der Regisseur Eric Fiedler erzählt in dem von Wim Wenders produzierten Film die Geschichte der beiden Freunde, die zwar selbst keine Musiker waren, aber aus ihrer Liebe zur Musik trotzdem einen Beruf machen wollten. Und ein gutes Gespür für neue und aufregende Klänge hatten. Oberstes Gebot der Neu-New-Yorker mit dem unsäglich teutonischen Englisch: „It must Schwing!“

Blue Note wurde ein Ort der Menschenwürde

Die gleichnamige Doku ist zugleich eine Geschichte des Miteinanders. Lange bevor Martin Luther King seinen Traum von einer Welt ohne Rassismus beschwor, war diese Gleichheit in den Studios von Lion und Wolff erreicht. Blue Note wurde ein Ort der Würde.

Das rare Archivmaterial und viele Interviews machen den Film zum Schmankerl für Jazzliebhaber. Wo Bilder fehlten, behalf Fiedler sich mit inszenierten Trickfilmszenen in Schwarzweiß. Alles zusammen ergibt einen Film, der mächtig schwingt.

Von ag / RND

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