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Kultur „Renegades“: Warten auf die Kavallerie
Nachrichten Kultur „Renegades“: Warten auf die Kavallerie
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20:01 27.06.2018
Waschmaschinen-Beichte? Befehlshaber Levin (J. K. Simmons) spricht mit Matt (Sullivan Stapleton). Quelle: Verleih
Hannover

Eines ist bei Hollywood-Actionfilmen dieser Art gewiss: Am Schluss kommt im rechten Moment die Kavallerie um die Ecke. Genau das geschieht auch im Film „Renegades – Mission of Honor“, den Steven Quale nach einem Drehbuch von Luc Besson inszeniert hat.

Ein Navy-Seal-Quintett sucht einen Kriegsverbrecher

Überraschende Momente fehlen. Schauplatz des Actionspektakels ist Bosnien im Jahre 1995. Fünf Navy-Seal-Soldaten um Matt Barnes (Sullivan Stapleton) sollen im Auftrag der Nato einen Kriegsverbrecher aufspüren und ausschalten. Doch weil sie dabei mit einem Panzer feucht-fröhliche eine Spur der Verwüstung hinterlassen, werden sie von ihrem Vorgesetzten Levin (J. K. Simmons) vom Dienst suspendiert.

Dennoch kommt bei ihnen keine Langeweile auf: Sie hören von einem Goldschatz, den die Nazis im Zweiten Weltkrieg in einem See versenkt haben sollen und machen sich mit der Bosnierin Lara (Sylvia Hoecks) auf die Suche. Dummerweise sind sie nicht die einzigen. Auch der finstere serbische General Petrovic (Clemens Schick) ist scharf auf das Gold, geht dafür über Leichen - und den Rest regelt dann die Kavallerie.

Clemens Schick darf gar nicht richtig böse sein

Viel ist Autor Besson nicht eingefallen, so dünn und vorhersehbar ist die Story. Sehenswert sind allenfalls die Szenen, die unter Wasser spielen – eine Spezialität des Regisseurs Quale. Die eigentliche Enttäuschung liegt aber darin, dass Clemens Schick nur in wenigen Szenen sein Talent als Finsterling andeuten kann.

Von Ernst Corinth

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