Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Kultur Poesie und Musik im Einklang
Nachrichten Kultur Poesie und Musik im Einklang
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:30 20.02.2017
Von Dr. Christian Strehk
Hans-Christian Hoth mit seinen neuen Bühnenpartnern Julian Arp (Violoncello) und Caspar Frantz (Klavier). Quelle: Theater Kiel
Kiel

Die wunderbar konzis auf den Punkt gezirkelten 34 Gedichte aus dem Zyklus des 1995 bei Rendsburg verstorbenen österreichischen Dichters Rudolf Stibill glitzern umso gewitzter auf, gerade weil sie jetzt musikalisch bespiegelt werden.

 Gebannt findet der amüsierte Hörer die skizzierten allzumenschlichen Charaktertypen in Melodiegesten und Motiveffekten wieder. Was Stibill durch seine Figur Roman Sürtiker bei einer Wanderung durch eine nur scheinbar virtuell surreale Stadt im Gestern, Heute und garantiert auch morgen scharf beobachtet, findet nun sein Echo in der janusköpfigen Romantik Robert Schumanns, im geheimnisumwitterten Märchenklang Leo Janaceks, ganz besonders trefflich in den kubistischen Klangsplittern Anton Weberns, aber auch im folkloristischen Pulsieren bei Ravel oder de Falla. Das öffnet Räume zum Nachsinnen.

 Hoths mimischer Meistershow entspricht das Weltklasse-Kammermusizieren des Duos Arp / Frantz. Bevor oder während Stibills Ironie elegant auf die Spitze getrieben wird, streichelt Julian Arp federleicht und innig die Töne aus dem Cello, tupft Caspar Frantz dazu in sagenhaft selbstverständlicher Feinabstimmung eine pianistische Dimension hinzu. Nach dem Einstieg mit Bach solo und Stibills Stimme, die uns mit einer kleinen Ankedote auf die Höhe und zum weiten Horizont des Dichtens entführt, beginnt ein poetischer Trip, den man nie wieder vergessen wird – und der nach einer CD-Produktion schreit.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

„Aufgrund seiner sexuellen Orientierung und der Diskriminierung und Kriminalisierung seiner Person ist er bis heute eine identitätsstiftende Figur der Homosexuellenbewegung sowie Inspiration für Historiker und Künstler,“ erklärt der Tourguide im Berkeley Castle einer interessiert lauschenden Touristengruppe. So endet „Edward II.“, die neue Oper des schweizerischen Komponisten Andrea Lorenzo Scartazzini, die am 19. Februar von Christof Loy für die Deutsche Oper Berlin inszeniert wurde.

Jürgen Gahre 21.02.2017

Im Rahmen des Hamburger Projekts "Thalia Sommer" wird die Komödie "Der bewegte Mann" erstmals in Deutschland als Musical zu sehen sein. Es wird vom 26. Juli bis zum 13. August im Thalia gezeigt, wie das Theater am Montag mitteilte.

20.02.2017
Kultur Niederdeutsche Bühne Kiel - Liebesleben im Kassensturz

Sexappeal, Songs und Spaß vereint das Ensemble der Niederdeutschen Bühne Kiel bei Tussipark, der aktuellen Karaoke-Komödie von Christian Kühn. Am Freitag feierte die vor Vitalität sprühende Inszenierung von Regisseurin Karen Dietmair eine bejubelte Premiere.

Beate König 20.02.2017