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Zwischen zwei Welten

„Harold und Maude“ Zwischen zwei Welten

Er treibt sich gern auf Friedhöfen herum und liebt es, seine Mutter mit schrägen Selbstmordinszenierungen zu erschrecken, sie genießt das Leben in vollen Zügen. Er ist knapp 18, sie 79 und beide sind irgendwann ein Liebespaar.

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Mit Gisela Siebert als Maude hat der Regisseur eine routinierte Darstellerin gefunden, ihr Bühnenpartner ist Thore Baumgarten.

Quelle: Thomas Faust

Kiel.   1971 schrieb Colin Higgins den Roman „Harold und Maude“,  Hal Ashbys gleichnamige Verfilmung erreichte Kultstatus. Christoph Munk inszeniert die  wunderbare Liebesgeschichte im Theater am Wilhelmplatz  in der niederdeutschen Bearbeitung von Arnold Preuß, am Freitag ist Premiere. Die schwarze Komödie um den neurotischen Jüngling, der sich in eine Frau verliebt, die an ihrem 80. Geburtstag sterben will, ist ein Stück (auch) der leisen Töne - und das gefällt dem Regisseur. 

„Der Junge, der mit dem Tod spielt, um die Aufmerksamkeit und Zuneigung seiner Mutter zu erlangen, trifft auf die lebenslustige Maude, die kein Hehl aus ihrem geplanten Freitod macht. Die Lebensphilosophie dieser in jeder Hinsicht unkonventionellen Frau überträgt sich im Laufe des Stückes auf Harold, der sich langsam verändert. Darin liegt für mich der Reiz der Geschichte.“ Die Komik soll in Munks Inszenierung jedoch keinesfalls zu kurz kommen, etwa in Szenen mit Harolds Mutter, deren Verkupplungsversuche bizarre Reaktionen bei Harold  provozieren.

 Mit Gisela Siebert  als Maude hat der Regisseur eine routinierte Darstellerin gefunden, ihr Bühnenpartner Thore Baumgarten gibt als  Harold sein Debüt an der Niederdeutschen Bühne Kiel.  Plattdeutsch musste der junge Mann, der Bühnenerfahrung in der Kieler  Impro-Theaterszene gesammelt hat, allerdings erst lernen.                                                                                            

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