Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Kultur Zwischen zwei Welten
Nachrichten Kultur Zwischen zwei Welten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:21 23.02.2018
Von Sabine Tholund
Mit Gisela Siebert als Maude hat der Regisseur eine routinierte Darstellerin gefunden, ihr Bühnenpartner ist Thore Baumgarten. Quelle: Thomas Faust

  1971 schrieb Colin Higgins den Roman „Harold und Maude“,  Hal Ashbys gleichnamige Verfilmung erreichte Kultstatus. Christoph Munk inszeniert die  wunderbare Liebesgeschichte im Theater am Wilhelmplatz  in der niederdeutschen Bearbeitung von Arnold Preuß, am Freitag ist Premiere. Die schwarze Komödie um den neurotischen Jüngling, der sich in eine Frau verliebt, die an ihrem 80. Geburtstag sterben will, ist ein Stück (auch) der leisen Töne - und das gefällt dem Regisseur. 

„Der Junge, der mit dem Tod spielt, um die Aufmerksamkeit und Zuneigung seiner Mutter zu erlangen, trifft auf die lebenslustige Maude, die kein Hehl aus ihrem geplanten Freitod macht. Die Lebensphilosophie dieser in jeder Hinsicht unkonventionellen Frau überträgt sich im Laufe des Stückes auf Harold, der sich langsam verändert. Darin liegt für mich der Reiz der Geschichte.“ Die Komik soll in Munks Inszenierung jedoch keinesfalls zu kurz kommen, etwa in Szenen mit Harolds Mutter, deren Verkupplungsversuche bizarre Reaktionen bei Harold  provozieren.

 Mit Gisela Siebert  als Maude hat der Regisseur eine routinierte Darstellerin gefunden, ihr Bühnenpartner Thore Baumgarten gibt als  Harold sein Debüt an der Niederdeutschen Bühne Kiel.  Plattdeutsch musste der junge Mann, der Bühnenerfahrung in der Kieler  Impro-Theaterszene gesammelt hat, allerdings erst lernen.                                                                                            

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sie scheinen auf ganz unterschiedliche Weise von Schleswig-Holstein und seinen Meeren inspiriert, die Schriftsteller, die die Anthologie "Neue Prosa" versammelt. Entstanden ist der Band, der jetzt im Literaturhaus vorgestellt wurde, aus dem Wettbewerb, der 2016 zum zweiten Mal ausgeschrieben war.

Ruth Bender 14.02.2018

Venedig-Sieger und Oscar-Favorit: Das Fantasymärchen „The Shape of Water“ (Kinostart: 15. Februar) setzt auf die Solidarität unter Außenseitern – und mischt Poesie mit Politik. Sally Hawkins verliebt sich in einen Fischmenschen vom Amazonas. Ein Märchen über das Fremde, das man umarmen sollte – statt es umbringen zu wollen.

13.02.2018

Keine Irische See, kein Garten, keine felsige Höhe mit Meeresblick – statt dessen ein schicker Saal in einem Luxus-Kreuzfahrtschiff, ein Zimmer mit Baumtapete und ein schäbiges Krankenbett: Die Natur kommt in dieser Inszenierung von „Tristan und Isolde“ an der Berliner Staatsoper nicht vor.

Jürgen Gahre 13.02.2018
Anzeige