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Kultur Von Unruhe und Zukunftsangst
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06:00 24.10.2018
Von Thomas Richter
Bühnenbildnerin Eveline Havertz und Regisseur Jörg Diekneite flankiert von Matrosen (David Kokocinski-Henke, li., und Taskin Tavas). Quelle: Björn Schaller
Kiel

In der Übersetzung von Wolfgang Börnsen führt die Niederdeutsche Bühne Kiel "Negenteihn-Achtteihn" am Freitag im Theater am Wilhelmplatz erstmals auf.

Um dem Zuschauer die Vielschichtigkeit der Ereignisse und persönliche Konsequenzen für die Beteiligten vor Augen zu führen, treffen in dem Stück historische und fiktive Figuren aufeinander. Dabei wird jene damals für nicht denkbar gehaltene Revolte gegen die Militärführung, gegen die Regierung und den Kaiser in einer szenischen Collage mit einer dramaturgisch und historisch begründeten sprachlichen Mischung von Hoch- und Niederdeutsch auf die Bühne gebracht.

Mitten rein ins Geschehen

Der episodische Charakter der Vorlage war dann auch die große Herausforderung. „In ein konventionelles Stück wird man normalerweise eingeführt, man lernt die Figuren kennen, der Plot und die Schauplätze werden etabliert“, erklärt Regisseur Jörg Diekneite, „hier geht es gleich mitten rein ins Geschehen. So wie in Kriegswirren üblich, herrscht allerorts Chaos und Orientierungslosigkeit.“

Durch die schnellen Wechsel auf der Szene habe die Idee eines bühnentechnischen Drehelements auf der Hand gelegen, sagt Bühnenbildnerin Eveline Havertz. Der Zuschauerraum werde ebenfalls bespielt. Hinzu kämen das Licht und Videos, die mit bewegten Bildern und Geräuschen zu einer besseren Verortung des Geschehens führen. 

Premiere am Freitag, 20 Uhr, Theater am Wilhelmplatz. Karten: Tel. 0431/901901. Info: www. niederdeutschebuehne-kiel.de

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