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Kultur Eine Geschichte von Flucht und Heimat
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18:34 04.10.2018
Von Ruth Bender
Das Regieteam von "Occident Express"; Kerstin Daiber, Felix Stachelhaus, Mira König und Regisseur Josua Rösing (re.). Quelle: ehr - Marco Ehrhardt
Kiel

Durchaus ungewohnt, sagt Dramaturgin Kerstin Daiber, die diesmal keine fertige Strichfassung des Stücks zur Hand hatte, weil die erst in der Probe entstand. Und „eine Woche der Skepsis“, erzählt Rösing, hatten auch die Schauspieler durchzustehen, bevor sie sich auf die ungewohnte Arbeitsweise einlassen konnten.

Flucht aus dem Land der „Kehlendurchschneider“

Drei Frauen (Almuth Schmidt, Ellen Dorn, Anne Rohde) und ein Mann (Felix Zimmer) erzählen die Geschichte von Haifa, die nach einem Massaker mit ihrer kleinen Enkelin Nassim flieht, aus dem Land der „Kehlendurchschneider“ nach Stockholm, wo schon Verwandte leben. Eine abenteuerliche Erinnerungsreise schildert der italienische Dramatiker (Jahrgang 1975) aus Haifas Sicht. Mehr Prosa als Drama, und Rösing interessiert daran das Authentische im Poetischen: „Weil die Geschichte passiert. Millionenfach. Und es gibt ein starkes Gefühl des Wiedererkennens und des Beteiligtseins.“ Eine Odyssee in 16 Stationen, beschreibt Massini, voller Schrecknisse und Randfiguren: Mitreisende, Helfer und die, die mit dem Elend der Flüchtlinge Geschäfte machen.

Das Motiv des Warteraums

So orientiert sich der Bühnenort, den Ausstatterin Mira König, dafür entworfen hat, weniger an den Stationen der Reise. „Das ist eher eine Atmosphäre“, sagt die Bühnenbildnerin, die mit Rösing am Deutschen Theater Berlin unter anderem Siegfried Lenz‘ "Das Feuerschiff" auf die Bühne brachte, „da spielt das Motiv des Warteraums hinein, und die Schwebe, in der sich die Flüchtlinge befinden.“

Premiere im Schauspiel-Studio, Freitag, 20.30 Uhr (Restkarten). Kartentel. 0431/901901, www.theater-kiel.de

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