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Kultur Junge Musiker lernen das Zusammenspiel
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11:30 14.07.2018
Von Thomas Bunjes
Im Keller des Nordkollegs probt Dozentin Sandra Hempel (hinten Mitte) mit Jakob Schreiber (Trompete), Luca Wiehe (Saxofon), Maximilian Menster (Piano), Kjell Kitzing (Gitarre), Tade Strehk (Bass), Tobias Heise (Schlagzeug) und Sängerin Lara Jöns. Quelle: Björn Schaller
Rendsburg

Recht funky klingt diese Version, passt zum einwöchigen Sommer-Jazz-Special „It’s funky!“ des Landesmusikrats Schleswig-Holstein. „57 Teilnehmer haben wir, sehr erfreulich“, sagt Arvid Maltzahn vom Landesmusikrat. Aufgeteilt in sieben Gruppen lernen sie noch bis Sonntag in Bands, was es heißt zusammenzuspielen. Hempel, Mitglied der NDR-Bigband, lobt oft („sehr schön, prima“), kritisiert offen und motivierend: Ein wenig leiser könne das alles noch, „mehr mellow“, die Bläser bitte mit „nicht so viel Attack, lieber so beiläufig wie möglich“. Lara ist eingetroffen, die Halb-Brasilianierin singt mit ausdrucksstarker, leicht heiserer Stimme unisono mit der Band das komplette Stück.

Den Drummer im Blick

Im großen Raum gegenüber mahnt der Hamburger Pianist Rainer Schnelle seine Schüler, den Schlagzeuger im Blick zu behalten, da der mit seinem Spiel die Zeichen gebe – auch später auf der Bühne. Drummer Niklas zählt an, sie spielen die letzten vier Takte von Robbie Williams’ "Shine My Shoes". Dann Gesamtdurchlauf, Thea singt, Trompeter Leopold steht als einziger auf beim Spielen, Bassist Paul streut gelenkig ein paar verspielte Figuren ein. „Super!“, lobt Dozent Schnelle das Ergebnis.

Bitte kein Fahrstuhl-Groove!

Rüber in den GENO-Komplex, wo Saxofonist Stefan Kuchel mitten in "This Masquerade" von Leon Russell steckt. Der Dozent wippt im Takt, dirigiert dezent, lauscht konzentriert dem Vibrafon-Solo von Jesse Schubert. „Wunderbar!“, ruft er am Schluss, mahnt dann aber auch: „Die Dynamik mitnehmen, das darf nicht in Fahrstuhl-Groove ausarten.“ Bei Heiko Quistorf sind die jüngsten Kursteilnehmer versammelt. „Können wir den Bass ein bisschen leiser haben?“, fragt Trompeterin Franca. „Nein!“, widerspricht Gitarrist Anton. „Keine Sorge“, beruhigt der erfahrene Dozent und Studiomusiker Quistorf, „das ist die lauteste Stelle.“ Von "You Make Me Feel Like A Naural Woman" nämlich, berühmt geworden durch die „Queen of Soul“, Aretha Franklin. „Super, sehr gut“, lobt Quistorf, als der Klassiker durch ist, „jetzt haben wir den ein bisschen frisiert.“

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