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Kultur Bravo-Rufe für Kammermusik-Meisterwerke
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11:36 11.04.2017
Von Oliver Stenzel
Impressionismus trifft Romantik: Das Motto des Konzertes blieb, auch wenn es eine Programmänderung zu vermelden gab. Maximilian Lohse, Su-Yun Lee (Violine), Marie Yamanaka (Viola) und Paul Füssinger (Violoncello) spielten am 10. April 2017 im Opernfoyer nämlich Franz Schuberts Streichquartett d-Moll »Der Tod und das Mädchen« sowie Maurice Ravels Streichquartett F-Dur. Quelle: Oliver Stenzel
Kiel

In Schuberts Streichquartett steuerte Maximlian Lohse vor dem Hintergrund eines eindrucksvoll dichten Klangbilds im zweiten Satz ein facettenreich durchgestaltetes Violinpart bei, die die kammermusikalische Klasse des Primarius des Bülow Quartetts unterstrichen.

Dass er sich auch im weiteren Verlauf des Quartetts immer wieder sehr sängerisch auf der Geige gab, sorgte ebenso wie die inspiriert dialogische Gesamtgestaltung des Werks durch die Philharmoniker dafür, dass sie mit Bravo-Rufen aus den gut gefüllten Zuschauerreihen in die Pause entlassen wurden.

In der zweiten Konzerthälfte stand mit Maurice Ravels Streichquartett F-Dur ein Meisterwerk des Impressionismus auf dem Programm. Die vier Philharmoniker präsentierten es hochkonzentriert und mit viel Gespür für seine stetig wechselnden Klangfarben. Es gab wunderbar dynamische Pizzcato-Einsätze und schöne musikalische Mikro-Gespräche zu bestaunen – etwa im zweiten Satz zwischen Paul Füssinger und wiederum Maximilian Lohse.

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