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Nacht der Clubs

Kieler Kulturrausch Nacht der Clubs

Der Auftakt des Kieler Kulturrausch ist mit der Nacht der Clubs ein Trip durch die Musiklandschaft. Als sich der Gitarrist Christian List im Pogue Mahone gegen 22.30 Uhr gerade erst warmspielt und sich erste Bierselige in den Armen liegen, erlebte mancher Kulturfreund bereits mehrere Stimmungen.

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Christian List spielte im Pogue Mahone.

Quelle: Michael Kaniecki

Kiel. Mit Hotel Du Nord begann im voll besetzten Kulturforum um kurz nach 20 Uhr bei einem Glas Vino der Abend genussvoll wie musisch verspielt und gemächlich. Der jazzige Vierer versprühte französischen Charme. Anschließend den Shuttle Bus erwischt und nur wenige Minuten später die Türschwelle des Prinz Willy übertreten. Die Hamburger Sängerin Fräulein Frey hatte ihre Band mitgebracht, spielte gutgelaunten hanseatischen Pop und bezog das Publikum mit ein, fragte nach einer Jeanette im Publikum. Gab es tatsächlich. Gejohle und Lachen in der Folge – das hob die Stimmung. Mit den Worten „Alles kann passieren im Leben“ entließ Frey zur nächsten Station Hansa 48.

Mix aus Hip-Hop, Elektro und Soul-Pop

Die Kneipe des Kulturzentrums war bis auf die letzte Sitzgelegenheit gefüllt. Man lauschte den in strenger Einheitsmontur auftretenden Boy Divison und ihren Covern im Lo-Fi Gewand von New Order und The Smiths. Dabei auf die Uhr geschielt, um den Shuttle Bus nicht zu verpassen. Im Die Villa Klub legte DJ Diamond seinen Mix aus Hip-Hop, Elektro und Soul-Pop (noch) nur für sich und das Barpersonal auf.

Sinnesrausch der Nacht

Zurück im Hier und Jetzt covert List „Again“ von Lenny Kravitz. Die Textzeile „I wonder if I‘ll ever see you again“ ist momentan in anderem Zusammenhang zu verstehen, als vom US-Rocker gedacht. Denn das weitere Angebot lockt. Flugs weiter die Bergstraße hinauf ins Studio Filmtheater. Hinter „Die drei…“ verbergen sich hier im bestens besuchten Foyer weder die Fragezeichen noch Tick, Trick und Track, sondern die drei Kieler Singer-Songwriter Sören Fraas, Jan Freese und Nico Chavez. Das Trio unterhält gut. Während einer spielt, lümmeln die anderen beiden auf einer Couch, ebenfalls mit Mikros ausgestattet und singen mit oder kommentieren. Die lockere Art der Jungs lädt zum Verweilen ein. Die Pause tut gut, denn der musikalische Sinnesrausch der Nacht der Clubs ist noch längst nicht vorüber.

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